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Veranstaltungsdetails

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Online
Datum:
Samstag, 17.04.2021
Uhrzeit:
18:00 Uhr
Rubrik:

Richard Wagner/ Loriot »Der Ring an einem Abend«

erzählt von Axel Bulthaupt / online für 48 Stunden

Gespielt vom Gewandhausorchester unter der Leitung von Ulf Schirmer 

Gesungen von Daniela Köhler, Lise Lindstrom, Elisabet Strid, Iréne Theorin, Iain Paterson, Magnus Wigilius, Michael Weinius u. v. a.

Erzählt von Axel Bulthaupt

Am Samstag, dem 17. April 21, präsentiert die Oper Leipzig einen hochkarätig besetzten „Ring“ von Richard Wagner, doch nicht die ursprünglich im Spielplan angesetzte Tetralogie, die aufgrund der aktuellen Coronaverfügung nicht realisiert werden kann. Gestreamt wird Loriots kongenial gestraffte und humorvolle Version „Der Ring an einem Abend“ mit TV-Moderator Axel Bulthaupt als Erzähler. Das Gewandhausorchester spielt in voller Besetzung unter der Leitung von Ulf Schirmer. Die Besetzung hat Festivalcharakter und weist bereits in Richtung Wagner 22: Die Brünnhildepartien werden gestaltet von Daniela Köhler (Brünnhilde „Siegfried“), Lise Lindstrom (Brünnhilde „Walküre“) und Iréne Theorin (Brünnhilde „Götterdämmerung“), Olga Jelínková singt Woglinde, Elisabet Strid die Sieglinde, Iain Paterson den Wotan in „Walküre“, Magnus Wigilius Siegmund und Michael Weinius Siegfried – um nur einige Solistennamen der Gäste und Ensemblemitglieder zu nennen.

Die Aufführung wird am Abend vorher live gefilmt und steht ab dem 17.4.21, 18 Uhr, online 48 Stunden unter www.oper-leipzig.de zur Verfügung.

Man muss sich entscheiden zwischen Liebe und Macht. Auf diese schlichte Formel lässt sich die Quintessenz aus Wagners monumentalem Musikmythos „Der Ring des Nibelungen“ bringen. „Nur wer der Liebe Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold“, so die mahnenden Worte der Rheintochter Woglinde, mit denen das unheilvolle Schicksal des aus dem Gold des Rheines geschmiedeten Rings seinen Lauf nimmt. „Die Täter im gewaltigsten Drama der Musikgeschichte sind eigentlich ganz nette Leute.“, kommentiert das frech Vico von Bülow alias Loriot in seinem ‚kleinen Opernführer‘. Loriot war ein großer Verehrer von Richard Wagners Musik und bestimmt der einzige, dem die Kürzung von vierzehneinhalb Stunden auf dreieinhalb Stunden „Ring“ verziehen werden kann. Es verwundert kaum, dass der distinguierte Grandseigneur des feinen Humors, der selbstironische Bildungsbürger und Sprachakrobat zwangsläufig bei Richard Wagner landete. Die Selbstinszenierung des Hüters von Wahnfried, der Nimbus um seine Person, das theatrale Inventar von selbstverliebten Göttern, plumpen Riesen und komplexbehafteten Zwergen sowie das im Rhythmus des Stabreims dahin mäandernde „Wagala weia!“ der Rheintöchter entbehrt nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. Es zählt aber auch zu den großen Qualitäten des Humors eines Loriot, seinen Gegenstand nie zu desavouieren, so dass seine Behandlung eines Stoffs immer einer Adelung gleichkommt. Und so ist dem Musikliebhaber mit seinem „Ring an einem Abend“ eine Version von Richard Wagners Tetralogie gelungen, die anhand der entscheidenden theatralen Schlüsselstellen und musikalischen Höhepunkte die Geschichte des sagenumwobenen Rings so erzählt, dass Einsteiger wie Kenner ihre Freude daran haben werden. Für die Rolle des Erzählers konnte Oper Leipzig den aus Sendungen wie Brisant und der Carreras-Gala bekannten TV-Moderator Axel Bulthaupt gewinnen, ebenfalls ein Liebhaber von Richards Wagners Musikdramen.

  • Internet: www.oper-leipzig.de
  • Axel Bulthaupt, © Christoph Bigalke
    Axel Bulthaupt, © Christoph Bigalke

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    Oper Leipzig, Foto: Kirsten Nijhof
    Oper Leipzig, Foto: Kirsten Nijhof

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    Bereits 1693 wurde das erste Leipziger Opernhaus am Brühl gegründet. Damit war es das dritte bürgerliche Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg.

    Die gesamte Operngeschichte war geprägt durch zahlreiche Uraufführungen und das Wirken berühmter Komponisten und Dirigenten. Seit 1840 ist das Gewandhausorchester bei jeder Aufführung dabei.

    Das heutige Opernhaus am Augustusplatz wurde 1960 eröffnet. Große Namen haben Leipzigs Operngeschichte geprägt, z.B. Georg Philip Telemann, Gustav Mahler und Albert Lotzing. Auch in der Nachkriegszeit brillierte das Ensemble der Oper mit spektakulären Uraufführungen und Premieren, vor allem unter Joachim Herz und Udo Zimmermann.

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