Veranstaltungsdetails

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Datum:
Samstag, 28.03.2026 bis Sonntag, 29.03.2026
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Internationale Ostereierbörse »Leipziger Eierlei«

Zum 29. Mal findet vom 28. März 2026 bis 29. März 2026 die Internationale Ostereierbörse „Leipziger Eierlei“ in der Alten Handelsbörse am Naschmarkt hinter dem Alten Rathaus statt. Bei der Ausstellung, die an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist, können die österlichen Kunstwerke nicht nur bestaunt werden. Man kann auch viel über ihre Herstellung erfahren und die ein oder andere kleine Kostbarkeit erwerben, um sich oder anderen eine Freude zu bereiten.   

Es werden 30 Künstler aus verschiedenen Gegenden Deutschlands und dem Ausland ihre Arbeiten vorstellen. Vertreten sind in diesem Jahr Künstler aus Deutschland, Polen, Belgien, Tschechien und Großbritannien. Die verschiedenen kunstvoll verzierten Eier sind nicht nur Hühnereier, sondern auch Wellensitticheier, Wachteleier, Gänseeier, Straußeneier und viele andere mehr, die mit verschiedenen Techniken behandelt wurden.

Neben sorbischer Wachstechniken, die eine sehr große Tradition besitzen, und schlesischer und sorbischer Kratztechnik wird auch die Wachsbossiertechnik (aus Böhmen) zu sehen sein. Des Weiteren werden Batiktechniken gezeigt. Bei dieser Technik werden mit Hilfe von natürlichen Farben Blumen, wunderschöne Ornamente und andere interessante Objekte dargestellt. Weiterhin werden die Kesselflickertechnik, Occi-Spitzen rund ums Ei, Fadengrafiken und gefräste Eier das Publikum begeistern. Darüber hinaus gibt es auch ganz moderne Ei-Objekte, Materialcollagen, Skulpturen oder Eier im Stil von Fabergé. 

Ein beliebtes Thema für Künstler, die sich mit Eiern beschäftigen, ist das Bemalen der Eier mit Ostermotiven. Blütenmustern, Naturmotiven oder Motiven, die teilweise sogar an die japanische Mal- und Zeichenkunst erinnern.

Neuheiten des Jahres 2026
Mit feinen Pinseln, heißem Wachs, spitzen Zahnarztbohrern und anderen Hilfsmitteln sind sie im unermüdlichen Einsatz, um die zarten Kalkschalen kunst- und fantasievoll zu bearbeiten. In den kleinen Kunstwerken stecken stunden- oder gar wochenlange leidenschaftliche Arbeit. Mal sind sie so klein wie ein Schneckenei, mal so groß wie ein Straußenei – dazwischen gibt es noch Vieles, beispielsweise ein Gänseei, ein porzellanartiges Entenei oder ein dunkelgrünes Ei vom Emu. All diese werden zur Leinwand für eine ganz besondere Kunst. Wer durch die beeindruckende Ausstellung der traditionellen Ostereierbörse, organisiert von Kerstin Dischereit, schlendert, der geht behutsam an den Ständen mit den rund 8000 zerbrechlichen Gebilden vorbei, bewundert sie und erfreut sich an ihrer Schönheit.

Claudia Dambeck-Wolf wird erstmalig in Leipzig dabei sein. Sie lässt sich von der sorbischen Wachs-Bossier-Technik inspirieren und interpretiert sie norddeutsch. Beeindruckend sind ihre Werke, die so entstehen.

Neu ist auch in diesem Jahr Ines Bröse-Bull aus Ostfriesland. Sie kommt mit vielen maritimen Tuschearbeiten, die sie gekonnt in Szene setzt.

Imelda Watelet aus Belgien zeigt ebenfalls erstmalig ihre wunderschönen, mit Vögeln bemalten Eier. Monika Körber verstärkt das Ausstellerteam mit ihren Tier- und Pflanzenmotiven in Acryl. Xenia Reckewell hat ausgeblasene Natureier und verschiedenste Federn im Gepäck und Yvonne Zoberbier zeigt fantastische Filzarbeiten.

In diesem Jahr können wir uns auch wieder auf Linda Martin aus Großbritannien freuen, die mit ihren zauberhaften Eikreationen nach Art Fabergé und viel Zubehör und Literatur wieder auf dem Leipziger Eierlei ausstellen wird.

Wieder dabei sind Monika Weber-Satalinomits traumhafte Märchen- und Dorfszenen in Acryl auf Eiern. Neben dem gestiefelten Kater, Frau Holle und Schneewittchen tummeln sich unzählige Märchenfiguren auf ihren Eiern, die mitunter ganze Märchen erzählen. Ein besonderer Hingucker sind ihre Ei-in-Ei-Kreationen.

Mit der Grafikerin und Ölmalerin Hannelore Heise aus Berlin ist eine weitere namhafte Künstlerin am Start. Sie perforiert ihre Eier und gestaltet sie anschließend mit sehr feinen Zeichnungen in Öl. Osterhasen, schwebende Jungfrauen, Häuser, Bäume und vieles mehr tummeln sich rundum auf den Eiern, das alles in gedämpfter Farbigkeit und zusätzlich reich verziert mit Ranken und Ornamenten. Unzählige winzige Löcher machen zusätzlich jedes Ei zu einem filigranen Kunstwerk.   

Leuchtende Akzente setzt Ivonne Böhmer von der Greifwerkstatt Leipzig. Sie graviert Straußeneier mit fantasievollen Motiven und beleuchtet sie anschließend von innen.

Konditormeister Richard Albert bringt eigenkreierte Schokoladenhasen und handgefertigte Pralinen mit und zeigt auf der Ostereierböse, wie seine Karamellhasen entstehen.

Auch können wir wieder einen besonderen Künstler in Leipzig begrüßen. Olaf Frenzel aus Thüringen lässt sich seit vielen Jahren vom Grünen Gewölbe inspirieren und fertigt in stundenlanger Filigranarbeit aus Naturmaterialien Kopien der legendären Preziosen. Er wird mit seinen prachtvollen Unikaten und Kopien bekannter Fabergé-Eier der Alten Handelsbörse einen Hauch von Grünem Gewölbe verleihen.

Katharina Auerswald ist mit ihren Drahthäkeleien nach einer Pause auch wieder dabei. Die sogenannte Kesselflickertechnik kommt aus ihrer Heimat Tschechien. Sie hat sowohl traditionelle Arbeiten dabei als auch echte Kunst am Ei … Drahthäkelei ums Ei, ganz individuell interpretiert.

Der Kreativität und der unterschiedlichen Eier-Dekoration sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Kerstin Dischereit ist wie ihre Tochter dieses Jahr im Minimodus. Es werden bemalte Schneckeneier von beiden in größerem Umfang zu sehen sein. Nicht nur Häschen und Vögelchen tummeln sich auf den Winzlingen, nein, auch Schuhe wurden daraus gezaubert und sogar die ganze Welt passt auf ein Schneckenei. Sie hat in diesem Jahr trendige Einhorneier dabei und zeigt neben ihrer bekannten Technikkollektion und den filigranen Skulpturen Eier in 3D-Resinmalerei. Hierzu werden Eier aufgeschnitten und mit mehreren Schichten Resin ausgegossen, welche wiederum so bemalt werden, dass die darauf abgebildeten Tiere am Ende sehr realistisch und plastisch ausschauen. Dies gilt auch für die Kunst von Diana Dischereit. Die Künstlerin schmückt die Eier mit glitzernder Fadengrafik, einer Handarbeitstechnik, die sie durch Kartensticken kennenlernte und auf dem Ei ganz neu definiert hat. Für die diesjährige Ausstellung hat sie einige Eier wieder in Schuhe verwandelt und präsentiert eine faszinierende Baby-Kollektion.

Wer jetzt noch ein passendes Ostergeschenk nach seinem Geschmack sucht, kann hier also durchaus fündig werden, und eines wird nach dem Schlendern über den Markt jedem klar: Jetzt kann Ostern kommen.

  • Webseite www.leipziger-eierlei.de
  • Foto: Kerstin Dischereit
    Foto: Kerstin Dischereit
    Foto: Kerstin Dischereit
    Foto: Kerstin Dischereit
    Foto: Kerstin Dischereit
    Foto: Kerstin Dischereit

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    Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Alte Börse, © Christoph Kaufmann
    Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Alte Börse, © Christoph Kaufmann

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    Die Alte Handelsbörse wurde im 17. Jahrhundert als repräsentativer Versammlungsort der Kaufleute im Stil des Frühbarock erbaut. Heute wird der Saal gern und vielseitig genutzt, vorwiegend für musikalische und literarische Veranstaltungen, wissenschaftliche und Fachvorträge, Firmenpräsentationen und Tagungen, festliche Empfänge und private Feiern.

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