+++ Ohne Kultur wird es still und der Verantaltungskalender im November leer. Mit Inkrafttreten der neuen Regelungen, finden vom 2. bis 30. November 2020 nur vereinzelt Vor-Ort-Veranstaltungen, dafür aber vermehrt Online-Veranstaltungen statt, Kultureinrichtungen bleiben geschlossen. +++

Veranstaltungsdetails

Datum:
Donnerstag, 03.12.2020
Uhrzeit:
19:30 Uhr

»Der Finger im Buch. Die unterbrochene Lektüre im Bild«

Ulrich Johannes Schneider in Lesung und Gespräch

Wir folgen einem Finger - einem kleinen, langen, krummen, gichtigen, eleganten oder schönen Finger, der zwischen den Seiten eines Buches steckt. Wir sehen dabei eine Person, die liest. Ihr Blick zeigt tiefe innere Bewegung an. Diese intime Verbindung zwischen Buch und Lesergestalt ist in der Kunst selten, doch die Künstlerinnen und Künstler sind durchaus prominent: Tizian, Raffael und Rubens gehören ebenso dazu wie Angelika Kauffmann oder Bassano. In 30 Gemälden, Skulpturen und Fotografien erkundet Ulrich Johannes Schneider dieses eine, vermeintlich kleine ikonografische Detail westlicher Bild- und Buchgeschichte: den Finger im Buch. Allerdings tauchen allgemeinere Fragen auf. Was bedeutet Lesen überhaupt? Was lernen wir aus diesen stummen Zeugen der Buchkultur? Und wie sehr gleichen wir selbst den dargestellten Frauen und Männern? (Piet Meyer Verlag 2020)

Ulrich Johannes Schneider, geboren 1956 in Gelnhausen (Hessen), ist Kulturphilosoph und Bibliotheksdirektor an der Universität Leipzig. Er veröffentlichte zuletzt über Lexika (»Die Erfindung des allgemeinen Wissens«, 2013) und die frühe Seitengestaltung im Buchdruck (»Textkünste«, 2016). Das Motiv des Fingers im Buch ist ihm vor vielen Jahren zuerst in Museen der USA aufgefallen. Gegenwärtig schreibt er eine Globalgeschichte moderner Bibliotheken, deren zentraler Ort seit dem 19. Jahrhundert der Lesesaal ist.

Eintritt frei. Anmeldung unter 0341 30 85 10 86 oder tickets@literaturhaus-leipzig.de

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