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Veranstaltungsdetails

Datum:
Dienstag, 24.11.2020
Uhrzeit:
19:00 Uhr

Der jüdische Buchdruck in Leipzig um 1840 – Aufgeklärte Tradition und typographischer Wandel

Vortrag von Dr. Arndt Engelhardt, Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

Ende Juni 1840 wurde in der Messe-, Handels- und Universitätsstadt Leipzig das Gutenbergfest anlässlich des 400jährigen Jubiläums der Erfindung des Druckes mit beweglichen Lettern begangen. Auf der Feier hielt der sächsische Oberrabbiner Zacharias Frankel (1801–1875) eine Ansprache, in der er eine aufgeklärte Erforschung der Überlieferung anmahnte und auf die wichtige Rolle jüdischer Gelehrter und Drucker für die Entwicklung der Wissenschaften verwies. Zahlreiche deutschsprachige, jiddische und hebräische Drucke wurden in jener Dekade in Leipzig angefertigt, deren Entstehung und Verbreitung im Vortrag exemplarisch nachgezeichnet werden soll. Aus dem Wirken von jüdischen Gelehrten wie dem Orientalisten Julius Fürst (1805–1873), dem Herausgeber der in Leipzig gedruckten Allgemeinen Zeitung des Judentums Ludwig Philippson (1811-1889) sowie dem Verleger und langjährigen Vorsitzenden des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler Moritz Veit (1808–1864) werden materielle Zeugnisse des jüdischen Erbes vorgestellt. Sichtbar werden dabei enge Verbindungen zu innovativen typographischen Unternehmen wie dem von Karl Tauchnitz (1761–1836) begründeten und seither prägenden Druckereien wie F. A. Brockhaus.

Der Vortrag thematisiert die besondere Bedeutung Leipzigs als Zentralplatz des europäischen Buchhandels für den modernen jüdischen Buchdruck in der Dekade vor der bürgerlichen Revolution von 1848/49.

Veranstalter: Bürgerverein Waldstraßenviertel e. V. – AG jüdisches Leben

Eintritt frei (Salon)

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Informationen zum Veranstaltungsort

  • Ariowitsch-Haus
  • Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e. V.
  • Hinrichsenstraße 14
  • 04105 Leipzig
  • Internet: ariowitschhaus.de

Hinweis: Bitte erkundigen Sie sich vor dem Besuch auf der Webseite des Veranstaltungsortes über die derzeit geltenden Bestimmungen zum Schutz vor Covid-19 hinsichtlich Zugang, Hygiene und Abstände.

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Das Ariowitsch-Haus ist das größte Zentrum für jüdische Kultur in Sachsen. Die Begegnungsstätte bildet mit zahlreichen Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Seminaren und Vorträgen sowie dem Mehrgenerationenhaus ein buntes Zentrum in der Nachbarschaft des Leipziger Waldstraßenviertels.

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