Veranstaltungsdetails

Datum:
Freitag, 24.01.2020
Uhrzeit:
19:00 Uhr
Rubrik:

Das besondere Konzert zur Jahreswende 2020 »Alle guten Geister«

Die Konzertreihe „Das besondere Konzert zur Jahreswende“ gibt es nunmehr seit 24 Jahren. Es hat sich im sorbischen Siedlungsgebiet sowie im Bewusstsein der dort ansässigen kulturinteressierten Menschen etabliert. In diesem Jahr wird es die Besetzung Klaviertrio und Tenor geben. Themengebend ist u.a. der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens. Sein „Geistertrio“ zeigt, dass Innovatives und Gewagtes der damaligen Zeit auch für uns heute keineswegs veraltet, sondern immer noch aufregend sein kann. Die für das Konzert beauftragten Komponisten sollen sich von diesen Gedanken und dem in der heutigen Zeit an den Rand gedrängten Thema der feinstofflichen Wahrnehmung, sowie der positiven Einstellung zum Leben, den guten Geistern, inspirieren lassen und je ein Werk komponieren, das in den Konzerten zur Uraufführung kommen wird. Der rbb wird wieder aufgefordert, eines der Konzerte aufzuzeichnen. Wir freuen uns, diesmal die international aktive bulgarische Violoncellistin Linda Mantcheva engagieren zu können, der zum ersten Mal in diesem Rahmen konzertieren wird. Die bekannte Geigerin Elise Elvers wird gemeinsam mit ihr und Heidemarie Wiesner ein Klaviertrio formen, das den hervorragenden Tenor Stephan Gähler, auch er zum ersten Mal mit dabei, musikalisch umrahmen wird. Für diese Besetzung gibt es praktisch kein Repertoire. Dies ist eine starke Motivation, durch Kompositionsaufträge an die sorbischen Komponisten Cyz, Pogoda, Elikowski- Winkler und Roy die Werkauswahl im Bestand sorbischer Musikstücke zu erweitern, wie auch durch die sofortige Einstudierung und Zugehörbringung durch professionelle und ambitionierte Musiker die Zuhörer zu neuartigen Klangerfahrungen zu bringen. Bereits existierende Stücke von Juro Metsk und Detlef Kobjela werden in kleinerer Besetzung aufgeführt. Zum Thema passende Werke aus dem Repertoire der Musiker bereichern die Programmgestaltung, bezaubernde Lieder von Schumann und hierzulande wenig bekannte Musik des bedeutenden bulgarischen Komponisten Vadigerov. Ein Highlight im Programm ist die Aufführung eines Werkes von Richard Kowal (1865 - 1884), eines kürzlich wiederentdeckten, jung verstorbenen niedersorbischen Komponisten aus Spremberg, der von seinen Mitschülern »Beethoven“ genannt wurde.

Besetzung
Stephan Gähler - Tenor
Elise Elvers - Violine
Linda Mantcheva - Violoncello
Heidemarie Wiesner - Klavier
Gregor Kliem - zweisprachige Moderation

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Informationen zum Veranstaltungsort

Schumann-Haus, Saal und Nebenraum, Foto: Matthias Knoch
Schumann-Haus, Saal und Nebenraum, Foto: Matthias Knoch

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Ihre glücklichen ersten vier Ehejahre verbrachten Clara und Robert Schumann in dem von Friedrich August Scheidel 1838 im klassizistischen Stil errichteten Haus in der Inselstraße 18. An ihrem 21. Geburtstag bezogen die frisch Vermählten ihr erstes gemeinsames Domizil in einem aufstrebenden neuen Stadtteil, der sich zum Zentrum des Buchgewerbes entwickelte. Zahlreiche Verlage und Buchdruckereien siedelten sich an, darunter Breitkopf & Härtel und C. F. Peters sowie F. A. Brockhaus und Reclam. In der Wohnung begrüßte das Künstlerpaar regelmäßig berühmte Persönlichkeiten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Hector Berlioz. Hier komponierte Robert Schumann einige seiner bedeutenden Werke, beispielsweise den Liebesfrühling op. 37 zusammen mit Clara, die Frühlingssinfonie op. 38, die Dichterliebe op. 48 sowie sein Klavierquintett op. 44, das seine Frau im Gewandhaus uraufführte. 1999 kaufte die Rahn Dittrich Group das Haus und begann mit der Restaurierung nach denkmalpflegerischen Richtlinien. Gemeinsam mit der Freien Grundschule „Clara Schumann“ und dem Schumann-Verein Leipzig e.V. entstand ein einzigartiger Ort aus Museum, Veranstaltungsort und Ausbildungsstätte.