Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 09.03.2019 bis Samstag, 20.04.2019
Rubrik:

Michael Triegel - Zum 50. Geburtstag

Vom 9. März bis 20. April zeigt die Galerie Schwind Leipzig neue Arbeiten des Leipziger Künstlers Michael Triegel. Gezeigt werden Gemälde und Papierarbeiten die in den letzten Monaten entstanden sind.

Im Zentrum der Ausstellung stehen acht Gemälde, die Michael Triegel zu ausgewählten Gebeten der Menschheit geschaffen hat. Diese Arbeiten sind für einen im September 2019 erscheinenden Band der traditionsreichen Buchreihe „Insel-Bücherei“ entstanden. Der Dichter und Theologe Christian Lehnert hat darin eine Anthologie von Gebetstexten zusammengestellt und mit einem Nachwort versehen - eine persönliche Sammlung von Gebeten über die Zeiten und Kulturen hinweg. Die Bilder von Michael Triegel werden in dem Buch zusammen mit den Texten veröffentlicht.

Die Arbeiten zeigen Michael Triegels immer wiederkehrende Auseinandersetzung mit antiken und christlichen Mythen, die er durch provokante Brechungen an das Heute anpasst. In der Arbeit Gebete, welche den Titel des Bandes zieren wird, hat Michael Triegel Symbole verschiedener Glaubensrichtungen und Kulturen gesammelt und in einem Setzkasten zusammengeführt. Insbesondere der dargestellte Granatapfel versinnbildlicht die Verbindung der Kulturen und symbolisiert sowohl die Kirche und Mutter Gottes als auch hier Persephone und findet ebenso eine Erwähnung im Koran. Andere Arbeiten zeigen Dionysos mit Trauben, das ein Relief des 1. Jahrhunderts nach Christusaus zitiert, Sokrates mit dem Schierlingsbecher in der Hand oder das Gesicht des Künstlers mit Blutspuren im Gesicht und auf seiner Hand. Der Titel „De profundis (zu Paul Celan)“ weißt auf den Psalm 130 hin, welcher zu den traditionellen Totengebeten gehört.

Immer wieder greift der Künstler in seinen Arbeiten auf Mythen, Legenden und Philosopheme unserer Kulturgeschichte zurück, jedoch sind seine Gemälde keine klassischen Illustrationen, sondern er fordert den Betrachter heraus tief in unsere Traditionen einzutauchen und gleichzeitig unser Erbe auf seine Gültigkeit hin zu befragen.

Ergänzt wird die Ausstellung mit Stillleben, Porträts und Papierarbeiten die neu entstanden sind.

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