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Veranstaltungsdetails

Ort:
Schauspiel Leipzig | Diskothek
Datum:
Sonntag, 24.11.2019
Uhrzeit:
20:00 Uhr
Rubrik:

»Fluss, stromaufwärts« (UA) - Alexandra Pâzgu

Premiere

Tino, der eigentlich Toni heißt, Effie, eine schicke Dame, ungefähr 70 Jahre oder 122 Jahre alt, und Lachs: Diese drei Figuren stellt uns Alexandra Pâzgu in ihrem Theatertext vor, der 2018 im Rahmen der Buchmesse „Buch Wien“ mit dem exil-Literaturpreis „Schreiben zwischen den Kulturen“ in der Kategorie Drama ausgezeichnet wurde.

Die Autorin setzt die Figur des rumänischen Übersetzers Tino mitten hinein in die zeitgenössischen europäischen Diskursströmungen über Migration, Integration und Identität. Gleich einem Lachs lässt sie ihren Protagonisten gegen den Strom schwimmen. Und ein Lachs tritt auch auf — in ebenso fluider Verfasstheit wie die Gedankengänge Tinos, der im rumänischen und im deutschen Sprachraum gleichermaßen Wurzeln geschlagen hat. Er ist Suchender und Getriebener, gehört einer noch jungen Generation an, die ohne Kalten Krieg erwachsen geworden ist und sich mit dessen Spuren trotzdem permanent beschäftigt sieht.

Alexandra Pâzgu hat einen gleichermaßen reflektierten wie unterhaltsamen Diskursbeitrag sowie eine szenische Versuchsanordnung vorgelegt, die sich in unmittelbarem Sinne dem Übersetzen, dem Leben und Schreiben zwischen den Kulturen widmet und auch die Mittel des zeitgenössischen Theaters spielerisch herausfordert.

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Schauspiel Leipzig
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Die Spielstätten Diskothek / Baustelle befinden sich in der Bosestr./Ecke Dittrichring und die Spielstätte Residenz inmitten der Baumwollspinnerei Leipzig. Das Schauspielhaus entstand 1955/56 durch Um- und Ausbau des 1943 zerstörten Centraltheaters, das 1902 als Operettentheater ins Leben gerufen wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg sollte ein modernes Theaterhaus entstehen. 1945/46 wurde es zunächst provisorisch zum Schauspielhaus umgebaut. Die Architekten Souradny, Herbst und Brummer gestalteten den stattlichen Bau inklusive Dreh- und Wagenschiebebühne.

Die Einweihung des neuen Theaterhauses fand am 1. März 1957 mit einer Aufführung von Schillers Wallenstein statt. In den Jahren 2003 bis 2006 wurde die Außenfassade des Theaters in der Bosestraße renoviert. Insgesamt haben 666 Personen im Saal Platz.