Veranstaltungsdetails

Datum:
Dienstag, 19.03.2019 bis Sonntag, 13.10.2019
Rubrik:

Jan Tschichold - ein Jahrhunderttypograf? Blicke in den Nachlass

Wechselausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums

Die Ausstellung zeichnet die künstlerische Biografie von Jan Tschichold (1902-1974), einem der wichtigsten Typografen des 20. Jahrhunderts, nach. Zahlreiche gestalterische Brüche, unter anderem durch das erzwungene Exil 1933, kennzeichnen sein Schaffen.

Obwohl selbst nie am Bauhaus tätig gewesen, gilt der in Leipzig geborene Typograf und Buchgestalter Jan Tschichold als einer der wichtigsten Vertreter der Neuen Typografie. Seine Entwürfe sind Klassiker des Grafik-Designs und begeistern bis heute. Die Ausstellung bettet Tschicholds berühmte Arbeiten aus den 1920er Jahren in sein durch Vertreibung und Exil, durch Brüche und Neuanfänge gekennzeichnete Schaffen.

Begonnen hat Tschichold - in den Fussstapfen seines Vaters - als Schildermaler in Leipzig. Bekannt geworden ist er für seine stilprägenden Arbeiten im Bauhaus-Umfeld. Seine 1925 veröffentlichte Schrift »Elementare Typographie» gilt als Schlüsseldokument der Neuen Typografie. Nach seiner Flucht 1933 in die Schweiz vollzieht Tschichold eine gestalterische Kehrtwende hin zur konventionellen Typografie. Seine Arbeiten, zum Beispiel für Pengiun Books und für Laroche, zeigen einen Typografen und Buchgestalter, der sich weit von seinen Gestaltungen der 1920er Jahre entfernt hat.

Zur Ausstellung erscheint eine reichhaltig illustrierte Publikation im Wallstein-Verlag.

Begleitend zu den Bauhaus-Aktivitäten des Deutschen Buch- und Schriftmuseums wird eine Auswahl an Publikationen aus der »Bauhaus-Zeit» digital zur Verfügung gestellt werden. Etwa 200 Bücher und Broschüren von Jan Tschichold, seinen Weggefährten und Zeitgenossen stehen ab Anfang 2019 über den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek zur Lektüre bereit. Damit werden Medienwerke mit gefährdetem Erhaltungszustand gesichert und zugleich Schriften aus Kunst, Architektur und Buchgestaltung sichtbar gemacht.

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Informationen zum Veranstaltungsort

Foto: Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Foto: Deutsches Buch- und Schriftmuseum
  • Deutsches Buch- und Schriftmuseum
  • der Deutschen Nationalbibliothek
  • Deutscher Platz 1
  • 04103 Leipzig
  • Telefon: +49 (0)341 2271324
  • Telefax: 0341 2271240
  • Internet: www.dnb.de
  • E-Mail: dbsm-info@dnb.de
  • Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Feiertage (außer Mo) 10-18 Uhr

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Die Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek mit über einer Million Objekten erlauben in ihrer außergewöhnlichen Heterogenität eine interdisziplinäre Herangehensweise an buch- und schriftwissenschaftliche Fragestellungen im kultur-, medien-und kommunikationsgeschichtlichen Kontext.

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek – 1884 als Deutsches Buchgewerbemuseum in Leipzig gegründet – ist das weltweit älteste und nach Umfang und Qualität der Bestände eines der bedeutendsten Museen auf dem Gebiet der Buchkultur. Der Standort Leipzig war für die Ansiedlung eines Buchmuseums am Ende des 19. Jahrhunderts kein Zufall. Leipzig hatte durch seine herausragenden Leistungen und Innovationen auf dem Gebiet der Buch- und Druckkunst – wie der Herausgabe der ersten Tageszeitung der Welt (1650), der Entwicklung des beweglichen Notensatzes und der jahrhundertealten Tradition der Leipziger Buchmesse – ein unverwechselbares historisches Profil als Buchstadt.