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Dauerausstellung
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REINVENTING GRASSI.SKD

Drei künstlerische Projekte konfrontieren das Museum mit seiner Geschichte und Fragen nach der Restitution von Objekten. So widmet sich das Künstlerkollektiv PARA mithilfe aktivistischer Zugänge einer in Leipzig fast vergessenen Geschichte: Hans Meyer entführte 1889 die Spitze des Kilimandscharo, doch könnte sie nun womöglich wieder nach Tansania zurückkehren? Des Weiteren werden die Person Hans Meyer sowie die von ihm erworbenen sogenannten Benin–Bronzen näher beleuchtet. Die Bronzen selbst sind vorerst nicht mehr in der Ausstellung zu sehen. Stattdessen werden unterschiedliche Perspektiven auf Eigentumsverhältnisse und Restitution diskutiert. Dazu präsentiert der Künstler Emeka Ogboh eine bildliche Interpretation der Thematik.

Zudem setzt sich die Fotografin Anja Nitz mit dem Sammlungsdepot als »Herzkammer des Museums« auseinander. Ihre Fotoarbeit gibt ehrliche und beeindruckende Einblicke in die Kultur des Sammelns und die Betrachtung des sogenannten »Fremden«.

Die Neugestaltung der Ausstellungsräume geht weit über eine ästhetische Renovierung hinaus. Sie beinhaltet auch eine Re:Inszenierung des architektonischen und museal–historischen Erbes. Dazu gehört die Restaurierung der renommierten sächsischen Kühnscherf–Vitrinen die zum Teil im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Erhalten gebliebene Vitrinen werden fortan restauriert und dienen zukünftig als historischer Spiegel der musealen Geschichte.

Des Weiteren wurde ein dreiteiliger Backstage–Bereich geschaffen. Hier werden die verschiedenen Arbeitsbereiche eines ethnologischen Museums für die Besucher*innen transparent und erfahrbar. Im »Care Room« wird die Objektlogistik des Museums in einem gläsernen Restaurierungs– und Forschungsbereich vorgestellt. Der »Raum der Erinnerung« widmet sich Repatriierungs– und Restitutionsvorhaben. Dieser zweite Bereich ist dezidiert für Herkunftsgemeinschaften nutzbar und schafft einen pietätvollen Rahmen für Rückführungen. Im »Prep Room« erproben Gastwissenschaftler*innen und andere Kollaborationspartner*innen neue Formen des Kuratierens.

Im Rahmen einer weiteren Förderung der KSB stellt das Museum virtuellen Besucher*innen zudem ELIPS, eine Flotte von acht Telepräsenzroboter, zur Verfügung. Interessierte können dabei einen der Roboter von zuhause aus steuern und sich so durch die Ausstellung bewegen. Auch für Vertreter*innen von Herkunftsgemeinschaften ergeben sich so ganz neue Perspektiven, beispielsweise der erste remote Zugang zu den Sammlungen in den Depots möglich. ELIPS ist der Versuch dem Wort Transparenz konkrete Möglichkeiten an die Seite zu stellen.

Der Eintritt in die Dauerausstellung ist kostenfrei.

© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs
© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs
© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs
© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs
© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs
© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs

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Ausstellungsort

© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs
© GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Tom Dachs
  • GRASSI Museum für Völkerkunde
  • zu Leipzig
  • Johannisplatz 5-11
  • 04103 Leipzig
  • Internet: grassi-voelkerkunde.skd.museum
  • Mi 11-18 Uhr, Fr-So 10-17 Uhr, Buß- und Bettag: 10-17 Uhr; 24.12. bis 14 Uhr, 25./26.12. geschlossen, 31.12. bis 16 Uhr, 1.1. ab 12 Uhr, Eintritt frei in den Dauerausstellungen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre generell Eintritt frei

Standort anzeigen

siehe auch: GRASSI Museum Leipzig

Mit mehr als 200.000 Objekten besitzt das Museum eine der größten ethnografischen Sammlungen Deutschlands. Die exotischen und zum Teil weltweit einzigartigen Exponate zeigen die Kunst und Lebensformen nahezu aller Kulturen der Welt.

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TOP-TIPP: Ausstellung

© asisi

Neue Ausstellung

im Panometer Leipzig mindestens bis Anfang 2028

»Antarktis«

Yadegar Asisis neues 360°-Panorama

Premiere im Panometer Leipzig – Ende Januar öffnete der Berliner Künstler Yadegar Asisi seine neue Panoramaausstellung ANTARKTIS im Panometer Leipzig. Das 32 Meter hohe Rundbild zeigt den südlichsten Kontinenten der Erde als faszinierende und artenreiche Landschaft. Eine multimediale Begleitausstellung thematisiert insbesondere Klima, Tierwelt und Asisis persönliche Reise in die Antarktis. Die Panoramaausstellung ANTARKTIS ist mindestens 2 Jahre im Panometer Leipzig zu sehen.Im Februar 2016 bereiste Yadegar Asisi erstmals die Antarktis – eine Region, die für ihre extremen Lebensbedingungen ebenso bekannt ist wie für ihre überwältigende Schönheit und monumentale Stille. Genau zehn Jahre später öffnete am 24. Januar seine neue Panoramaausstellung ANTARKTIS im Panometer Leipzig.Das 32 Meter hohe Rundbild führt die Besucherinnen und Besucher in eine der lebensfeindlichsten und zugleich faszinierendsten Regionen der Erde - dorthin, wo Wasser und Eis in der antarktischen Küstenlandschaft aufeinandertreffen. Über der Wasseroberfläche ragen im 360°-Panorama gewaltige Eisformationen und Gletscher in den Himmel, während sich darunter ein fragiles und erstaunlich vielfältiges Ökosystem mit zahlreichen Meerestieren offenbart. Zugleich lassen sich Spuren menschlicher Eingriffe entdecken - etwa die Überreste einer ehemaligen Walfangstation.Je nach Position eröffnen sich unterschiedliche Blickwinkel auf das ANTARKTIS Rundbild. Während die ideale Perspektive von der obersten Plattform des 15 Meter hohen Besucherturms ermöglicht wird, zeigen sich ebenerdig besonders eindrucksvoll Wale, Pinguine und Seeleoparden, die sich im Ozean tummeln.Wie bei Asisis bisherigen Panoramen wird auch bei ANTARKTIS das visuelle Erlebnis mit einer 15-minütigen Tag- und Nachtsimulation intensiviert. Lichtwechsel, Polarlichter, passende Hintergrundgeräusche und Musik lassen die Szenerie lebendig werden und vermitteln das Gefühl, hautnah in diese überwältigende Landschaft eintauchen.Ergänzt wird das Riesenbild durch eine begleitende Ausstellung mit Fotografien, Exponaten und Zeichnungen. Sie beleuchten Klima, Geologie und Tierwelt ebenso wie Yadegar Asisis persönlichen, künstlerischen Zugang zu diesem einzigartigen Kontinent.In den kommenden Wochen erwartet die Besucherinnen und Besucher bereits ein umfangreiches Begleitprogramm – von interaktiven Familienführungen an den Wochenenden und in den Winterferien über einen Aktionstag zum Welttag der Wale (15.02.) oder einer spannenden Lesung zu „Leipzig liest“ im März. Erstmals wird zudem eine Dauerkarte angeboten: Für 40 Euro kann die ANTARKTIS Ausstellung während ihrer gesamten Laufzeit beliebig oft besucht werden.Die Panoramaausstellung ist bis mindestens Anfang 2028 im Panometer Leipzig zu sehen und täglich von 10 – 17 Uhr geöffnet.

Weitere Veranstaltungen unter der Rubrik: Ausstellung