Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 23.05.2026
Uhrzeit:
12:00 Uhr - 16:00 Uhr
Drucken |

Wasserlithographie mit Carolin Müller - Nachhaltig Drucken mit Wasseroberflächen

Wasser erinnert sich. Auf seiner Oberfläche hinterlassen wir Spuren, und es hinterlässt Spuren in uns. Aber wie lässt sich festhalten, was auf Gewässern schwimmt, was durch sie fließt, was bleibt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, erkunden wir in diesem Workshop Wasserlithographie als eine Praxis des genauen Hinschauens auf die Weiße Elster sowie auf die kleinen Gewässer des Alltags. 

Die Technik nutzt natürlich vorkommende, ölähnliche Rückstände auf Wasseroberflächen als Zeichenmaterial und bedient sich aufbereiteter Getränkedosen als Druckmatrize. Teilnehmende sind eingeladen, Drucken neu zu denken und dabei über Nachhaltigkeit, Material und unser Verhältnis zur natürlichen Umwelt praktisch zu reflektieren. 

Der Workshop umfasst eine Einführung in die Technik der Wasserlithographie und beschäftigt sich dabei mit Fragen, wie ortsspezifisches Arbeiten mit Lithographie aussehen kann (an Flüssen, Seen, Küsten oder urbanen Wasserorten). Teilnehmende verlassen den Workshop mit eigenen Drucken, einem Verständnis der Wasserlithographie als nachhaltige Praxis mit wiederverwendeten Materialien, und dem Know-how, diese Technik in neue Räume und Begegnungsformate zu übertragen.

jeder ist willkommen
keine Vorkenntnisse erforderlich
mind. 5 / max. 25 Teilnehmende
nur mit Voranmeldung möglich

Preis: 30€ / Ermäßigt 25€ zzgl. 5€ Materialkosten
Anmeldung erforderlich: info@druckkunst-museum.de oder +49 341/2 31 62-0

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Eingabe der Veranstaltungen erfolgt mit großer Sorgfalt. Dennoch kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Bitte schauen Sie ggf. auch auf die Seite des Veranstalters/Veranstaltungsortes.

Informationen zum Veranstaltungsort

Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum für Druckkunst Leipzig
Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum für Druckkunst Leipzig

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Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Zwischen Technik und Kunst“ rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine Werkstatt für Holzstich sowie Musiknotendruck. Eine in Deutschland einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln zählt rund 4.000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft.

Besonderheit
Nur in Leipzig und Kyoto (Japan) wird das aufwenige Handwerk des Lichtdrucks noch gepflegt. Das Lichtdruckverfahren wurde von den Pionieren der Fotografie ab 1850 entwickelt. Hauptsächlich für Faksimiles genutzt, besitzen Lichtdrucke augenscheinlich den ganzen Reichtum ihres Originals, sind von diesen aber kaum zu unterscheiden. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung kennzeichnen das aufwändige Handwerk.

Ansässig ist das Museum in der Nonnenstraße 38 im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einer Vierflügel-Anlage mit einer rund 100jährigen Tradition als Druckwerkstatt. Die Fassade des Gebäudes zur Nonnenstraße wurde 1922/23 vom Architekten Edgar Röhrig umgestaltet und heute eine der seltenen Beispiele des Art Déco im Leipziger Stadtbild.

Weitere Veranstaltungen an diesem Ort: Museum für Druckkunst Leipzig

Weitere Veranstaltungen unter der Rubrik: Kurse & Workshops