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Darbietungen von Bläsermusik verschiedenster Besetzung und Größe hatten sich mit ihrem unterhaltenden Charakter im 18. Jahrhundert als „Harmoniemusiken“ zu einem beliebten Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens adliger und bürgerlicher Kreise entwickelt, in der Regel als Freiluft-Serenaden oder Tafelmusiken. Ungefähr um das Jahr 1800 veränderte sich das Musikleben gravierend. Der bürgerliche Konzertbetrieb mit gut ausgebildeten Berufsmusikern begann mit der höfischen Musikpflege zu konkurrieren. Als Gegenstück zum klassischen Streichquartett begann sich das Bläserquintett in der Besetzung Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott zu etablieren. Franz Danzi (1763–1826) ist mit dieser Entwicklung untrennbar verbunden. Danzi war mit 15 Jahren Mitglied der Mannheimer Hofkapelle, einem der besten Orchester der Zeit, und somit bereits früh mit den klanglichen Eigenschaften der Blasinstrumente der damaligen Zeit vertraut.
Da es, verglichen mit Streichquartetten, nur wenige Originalwerke für Bläserquintett gibt, wurden bald auch Stücke anderer Besetzungen für Bläserquintett arrangiert. So auch das berühmte Divertimento in B-Dur mit dem bekannten Choral „St.Antoni“ von Joseph Haydn (1732–1809), welches ursprünglich für 2 Oboen, 2 Hörner, 3 Fagotte und Kontrafagott komponiert wurde. Die von uns gespielte Bearbeitung für Bläserquintett ist von Harold Perry (1942).
Ein weiterer Komponist, der ein umfangreiches Werkverzeichnis für Bläser hinterlassen hat, ist der Ungar Ferenc Farkas (1905–2000). Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Musikpädagoge war er als Pianist, Dirigent, Chorleiter, Orchesterpianist, Klavierbegleiter, Regisseur und Leiter der Opernabteilung tätig. Weiterhin betätigte sich als Musikschriftsteller und beschäftigte sich mit Poesie und Literatur. Seine „Fünf alten Ungarischen Tänze“ haben Eingang in die Standardliteratur für Bläserquintett gefunden, ebenso die „Drei kleinen Stücke“ (1930) von Jaques Ibert (1890–1962). Seine stilistisch keiner eindeutigen Richtung zugehörigen Werke sind vor allem in der Frühzeit angelehnt an die Groupe des Six, lassen aber auch Beeinflussung durch den Impressionismus sowie den Neoklassizismus eines Igor Strawinsky erkennen. Vorherrschend ist elegante Virtuosität.
Preis: 20,00 €
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Gohliser Schlösschen – Das einzigartige Juwel in Leipzig
Unweit vom Leipziger Stadtzentrum befindet sich das wunderschöne Gohliser Schlösschen, auch liebevoll Musenhof am Rosental genannt. Erbaut im Jahr 1756 durch den damaligen Ratsbaumeister Johann Caspar Richter gehört es mit seiner einzigartigen und exzellent erhaltenen baulichen Substanz im spätbarocken Stil zu den Kleinodien sächsischer Kulturgeschichte und zu einer der Sehenswürdigkeiten der Stadt Leipzig. Nicht nur das Schlösschen selbst mit seinen repräsentativen Räumlichkeiten und dem Museumsbereich beeindruckt Besucher von Nah und Fern. Auch der liebevoll gepflegte Schlossgarten, der letzte erhaltene Barockgarten der einst berühmten Leipziger Gartenkultur, ist eine idyllische Oase der Ruhe und lädt große und kleine Gäste zum Verweilen ein.
Weitere Veranstaltungen an diesem Ort: Gohliser Schlösschen
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