Veranstaltungsdetails

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Datum:
Samstag, 18.04.2026
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Rubrik:
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Tradition und Transformation – Bach, Händel und die Geburt einer neuen musikalischen Sensibilität

Ein barockes Konzertprogramm zwischen Tradition und Aufbruch: Werke von J. S. Bach, Händel und C. P. E. Bach zeigen den Wandel musikalischer Ausdrucksformen im 18. Jahrhundert.

Mit diesem Programm ebnen wir einen musikalischen Weg durch das Zentrum der deutschen Musik des 18. Jahrhunderts und zeigen, wie aus einer gemeinsamen Tradition sehr unterschiedliche musikalische Ausdrucksformen entstanden sind. Im Mittelpunkt steht Johann Sebastian Bach – eine Schlüsselfigur des Leipziger Musiklebens und ein unverzichtbarer Referenzpunkt für alle darauf folgenden Generationen von Komponisten.

Das Brandenburgische Konzert Nr. 3 sowie die Suite Nr. 3 in D-Dur sind Werke zweier komplementärer, barocker Gattungen und zeigen unterschiedliche Facetten seines Schaffens: die Ausdruckskraft des italienischen Concerto grosso und die Raffinesse der französischen Orchestersuite.

Das Concerto Grosso No. 6 aus Georg Friedrich Händels Concerti Grossi op. 6 steht dieser Musik in Form und Sprache nahe, verfolgt jedoch eine andere ästhetische Zielrichtung. Händels Musik ist stärker vom Theater, von Gestik und musikalischer Rhetorik geprägt. Obwohl sich Bach und Händel nie persönlich begegneten, treten ihre Werke hier in einen imaginären Dialog zweier gleichzeitiger, aber sehr unterschiedlicher künstlerischer Positionen.

Den Abschluss des Programms bildet das Cello-Konzert in A-Dur Wq 172 von Carl Philipp Emanuel Bach, das einen deutlichen stilistischen Wandel markiert. Als Sohn Johann Sebastian Bachs löst sich C. P. E. Bach bewusst von der barocken Stabilität und entwickelt einen neuen, empfindsamen Stil mit abrupten Kontrasten und gesteigertem musikalischen Ausdruck. Das Violoncello tritt dabei erstmals als eigenständige, expressive Solostimme in den Vordergrund und weist bereits auf die klassische Musikästhetik hin, die sich kurz darauf etablierte. Das Konzert spannt somit einen Bogen von der gefestigten Tradition der Barockzeit hin zur Eleganz der Frühklassik und macht deutlich, dass das Erbe Johann Sebastian Bachs nicht als Abschluss, sondern als Ausgangspunkt einer neuen musikalischen Sprache zu verstehen ist.

Mitwirkende:
Niels Gade Chamber Orchestra
Violoncello: Maximiliane Lorenz

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Informationen zum Veranstaltungsort

Peterskirche, Foto: leipzig-im.de
Peterskirche, Foto: leipzig-im.de

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Pfarramt: Schletterstr. 5, 04107 Leipzig | Die Peterskirche ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche im südlichen Zentrum von Leipzig. Weit sichtbar ragt der 88 Meter hohe Kirchturm über das neugotische Bauwerk. Er ist der höchste der Stadt.

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