|
Zurück Veranstaltungsdetails
mit Dr. Bruno Schelhaas und Martin Toste vom Leibnitz-Institut für Länderkunde
Bevor im 19. Jahrhundert ein wahrer Wettbewerb um die Erforschung und imperiale Eroberung der Antarktis einsetze, war der südlichste Kontinent unserer Erde für die Menschheit lange Zeit unerreichbar und nahezu unbekannt. Dies sollte sich im Jahr 1901 grundlegend ändern: Gleich drei Nationen begaben sich auf den Weg, um das Landesinnere der Antarktis zu erforschen. Unter ihnen befand sich die 32-köpfige Besatzung des deutschen Forschungsschiffes „Gauß“.
Unter der Leitung des Geophysikers und Geographen Erich von Drygalski führte die erste deutsche Südpolar-Expedition zunächst über die Kapverden nach Kapstadt und weiter zum Kerguelen-Archipel bis an das antarktische Festlandeis. Am 22. Februar 1902 wurde das Schiff vom Packeis eingeschlossen und kam erst ein Jahr später wieder frei. Während dieses einjährigen Aufenthalts führte die Besatzung bedeutende naturwissenschaftliche Studien durch, unternahm mehrtägige Schlittenreisen und fertigte mithilfe eines Fesselballons die ersten Luftaufnahmen des eisigen Kontinents an.
Im November 1903 kehrte die Gauß-Expedition mit der fast vollständigen Mannschaft erfolgreich nach Deutschland zurück. Mehr als tausend Fotografien zeugen von dieser außergewöhnlichen Reise. Am 17. April erwachen diese Fotografien im Panometer Leipzig zum Leben: Dr. Bruno Schelhaas und Martin Toste vom Leibniz-Institut für Länderkunde lassen die Gauß-Expedition anhand ausgewählter Bilder und mit Auszügen aus den originalen Reiseberichten, Tagebüchern und Archivdokumenten eindrucksvoll Revue passieren und nehmen das Publikum inmitten von Yadegar Asisis 360°-Panorama ANTARKTIS mit auf eine visuelle Reise ins ewige Eis.
Der Besuch der Panoramaausstellung ANTARKTIS ist im Eintrittspreis enthalten. Nach dem Vortrag ist die Ausstellung noch für eine Stunde geöffnet.
Getränke und kleine Snacks können vor Ort erworben werden.
Einlass ab 18.30 Uhr
15 Euro pro Person
Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung: »Antarktis«
-Leibniz-Institut-fuer-Laenderkunde-Leipzig.jpg)
Alle Angaben ohne Gewähr. Die Eingabe der Veranstaltungen erfolgt mit großer Sorgfalt. Dennoch kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Bitte schauen Sie ggf. auch auf die Seite des Veranstalters/Veranstaltungsortes.
Informationen zum Veranstaltungsort
Nach einer längeren Phase des Dornröschenschlafs wurde der Gasometer Leipzig saniert und ab 2003 vom Berliner Künstler und Architekt Yadegar Asisi für seine monumentalen Panoramen genutzt.
Rund 50 Meter vom Boden bis zur Spitze der Laterne auf dem Kuppeldach misst das zylinderförmige Industriedenkmal aus dem Jahr 1910 in Leipzig, das einen Innendurchmesser von rund 55 Metern hat. 125 Bogenfenster, verteilt auf vier Stockwerke, zieren die Fassade des ockerfarbenen Ziegelbaus, dessen Mauern stellenweis e bis zu 1,50 Meter dick sind.
Weitere Veranstaltungen an diesem Ort: Panometer Leipzig
Weitere Veranstaltungen unter der Rubrik: Vorträge & Diskussionen
Was ist los in Leipzig?