Veranstaltungsdetails

Datum:
Dienstag, 24.03.2026
Uhrzeit:
19:00 Uhr
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Unsichtbar gemacht: Der Mathilda-Effekt und wessen Wissen zählt

Vortrag & Gespräch

Eine Veranstaltung auch zum 200. Geburtstag von Matilda Joslyn Cage

mit Lea Paula Müller 

Warum kennen wir so viele männliche „Genies“, während die Leistungen von Frauen oft übersehen oder vergessen werden? Der Mathilda-Effekt beschreibt ein strukturelles Muster, bei dem Beiträge von Frauen – besonders in Wissenschaft und Kultur – systematisch abgewertet oder anderen zugeschrieben werden. Benannt wurde dieses Phänomen nach Matilda Joslyn Cage, geboren am 24.03.1826. Sie kämpfte radikal für das Frauenstimmrecht in den USA und war eine scharfsinnige Analytikerin. So argumentierte sie, dass sich nicht die Frauen weiterentwickeln müssten, um ihren gleichberechtigten Platz einzunehmen, sondern das Patriarchat – auch diese Wortschöpfung stammt von ihr. Mit imponierendem Wissen brachte sie die Geschichte bedeutsamer aber vergessener Frauen wieder ans Licht.

Anhand historischer und aktueller Beispiele zeigt der Vortrag, dass das Unsichtbar-Machen der Leistungen von Frauen kein Einzelfall ist. Gemeinsam wird untersucht, wie Machtverhältnisse, Geschlecht und Anerkennung zusammenwirken; wer besonders häufig übersehen wird – und warum.

LEA MÜLLER, B.A. Soziale Arbeit; beschäftigt sich u.a. mit feministischen und gesellschaftskritischen Diskursen.

Eintritt: nach Selbsteinschätzung

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