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Freitag, 09.08.2024 bis Samstag, 07.09.2024
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GÜNTER THIELE | Malerei

Vom 9. August bis zum 7. September zeigt die Galerie Schwind in Leipzig eine Einzelausstellung mit Gemälden des Leipziger Malers Günter Thiele. Anlass ist der 94. Geburtstag des Künstlers am 12. August. Zu sehen sind frühe Stadtlandschaften sowie Interieurs und Porträts aus den letzten Schaffensjahren des Künstlers.

Thiele, der an der Hochschule für Bildende Künste Berlin-Charlottenburg Malerei studierte, gilt als stiller Beobachter und Topograf seiner Umwelt. Zentraler Themenkomplex seines Oeuvres und der Ausstellung bilden die Leipziger Stadtbilder. In ihnen skizziert Thiele ganz unaufgeregt das tägliche Leben und setzt zumeist staffagehafte Figuren in Kulissen bestehend aus Straßenfluchten, Häuserzeilen, Garten- und Parkanlagen. Der narrative Moment tritt dabei völlig zurück, Aktionen und Blickachsen werden vermieden. Vielmehr geht es Thiele um das Erfassen eines stimmungshaften Augenblicks. Die strenge Perspektive seiner Architekturszenerien, die Vermeidung eines dramatischen Licht-Schatten-Spiels, die Unaufdringlichkeit und Transparenz der eingesetzten, tonigen Farben und die reduzierte Malweise bewirken einen gewissen Eindruck der Kargheit und Nüchternheit, doch sind die farbigen Wertigkeiten so aufeinander abgestimmt, dass durchaus ein poetischer Augenblick entsteht.

In den jüngeren Arbeiten des Künstlers, der weiterhin täglich im Atelier arbeitet, rückt die Figur zusehends in den Mittelpunkt. Immer wieder setzt sich der Künstler in Selbstbildnissen auch mit seiner eigenen Rolle als Maler auseinander.

Günter Thiele, Plagwitzer Bahnhof, 1953, Öl auf Sperrholz, 28 x 43,5 cm
Günter Thiele, Plagwitzer Bahnhof, 1953, Öl auf Sperrholz, 28 x 43,5 cm

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Internationales Festival für Vokalmusik »a cappella« Leipzig

Nach seinem erfolgreichen Silberjubiläum schaut das Internationale Festival für Vokalmusik „a cappella“ Leipzig neuen Ufern und Klängen entgegen – vom 1. bis 9. Mai 2026 findet die inzwischen 26. Ausgabe des Vokalmusikfestivals statt. Mit vielen neuen Gästen und Facetten werden 11 Konzerte bestritten und der Internationale „a cappella“ Wettbewerb Leipzig geht in seine 26. Runde. Zudem erwartet das Publikum ein Vortrag und eine Open Stage an der Leipziger Oper. Der etablierte a cappella Wettbewerb wird in diesem Jahr pausieren. Stattdessen entsteht die „a cappella Academy“ als ein intensives Arbeits- und Begegnungsformat für junge A-cappella-Ensembles. Zu den „a cappella“-Gästen 2026 gehören unter anderem die Vocal-Jazz-Pionere New York Voices. Die US-amerikanische Gruppe beendet Mitte nächsten Jahres ihre Laufbahn, sodass ihr Auftritt bei „a cappella“ in Leipzig eine der letzten Gelegenheiten ist, sie hierzulande live zu erleben. Zum Festivalaufgebot gehören zudem zwei erfahrene Gruppen aus dem Bereich Alte Musik: Die Briten I Fagiolini bringen zu ihrem 40. Ensemblegeburtstag ein „Best Of“ ihres Repertoires mit La Grande Chapelle aus Spanien präsentieren Schätze der spanischen Vokalmusik der Renaissance von Tomás Luis de Victoria. Mit dem rein weiblichen Nairyan Ensemble gibt es traditionelle Gesangskunst aus Armenien und mit dem Ingenium Ensemble eines der führenden Vokalensembles aus Slowenien zu hören. Darüber hinaus wird die Vokalband anders aus Freiburg mit eingängigem A-cappella-Pop ein Abendkonzert sowie das traditionelle Familienkonzert des Festivals am Sonntagnachmittag bestreiten. Im Preisträgerkonzert des „a cappella“ Wettbewerbs sind The Bookmarks zu erleben, eine Gruppe aus Georgien, deren Mitglieder im Schnitt erst 16 Jahre alt sind. Das Eröffnungskonzert am 1. Mai bestreiten nach bewährter Art die Gastgeber und künstlerischen Leiter des Festivals, amarcord. Erstmals findet das Eröffnungskonzert von „a cappella“ dabei im Rahmen einer Kooperation in der Oper Leipzig statt: Anlässlich des „Lortzing“-Festivals der Oper im Frühjahr, beleuchten und besingen amarcord das vokalmusikalische Schaffen des Komponisten und Sängers Albert Lortzings sowie seiner Zeitgenossen der romantischen Ära wie Marschner oder Mendelssohn. Das Konzert in der Oper beginnt dabei – früher als die anderen Festivalkonzerte – bereits um 19:30 Uhr! Abgesehen vom Abschlusskonzert des Festivals, das traditionell mit den Beiträgen von gleich fünf Gruppen wie immer um 19 Uhr startet, beginnen alle anderen „a cappella“-Konzerte zur gewohnten Zeit um 20 Uhr.Am Tag nach dem Eröffnungskonzert, am 2. Mai, folgt übrigens gleich eine weitere Kooperation mit der Oper Leipzig: eine Open Stage für Chöre und Vokalensembles auf dem Augustusplatz, die von einem Biedermeier-Frühstück für die Stadt begleitet wird. Am 9. Mai endet das „a cappella“-Festival 2026 traditionell mit einem „a cappella Vortrag“ zur Stimme mit Prof. Dr. Michael Fuchs vom Universitätsklinikum Leipzig und dem großen Abschlusskonzert des Festivals im Großen Saal des Gewandhauses.

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