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Veranstaltungsdetails

Datum:
Sonntag, 27.11.2022
Uhrzeit:
14:00 Uhr
Rubrik:
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Herrin des Hauses. Die Stellung der Frau im Alten Ägypten

Besonders in antiken Kulturen gibt es viele Beispiele dafür, dass Frauen schlechter gestellt waren als Männer. Ob im Alltag, bei der Rechtsprechung oder im Beruf. Wie sah die Stellung der Frau nun im Alten Ägypten aus?

Ob bei Statuen oder auf Reliefs: Frauen werden im Alten Ägypten in der Regel etwas kleiner dargestellt als Männer. Doch zeigt das automatisch eine feste Hierarchie? Nicht unbedingt. Als »Herrin des Hauses» hatten die Frauen zu Hause die sprichwörtlichen Hosen an. Während der Mann auf dem Feld in der Sonne arbeitete, konnte die Frau sich im Idealfall zu Hause um die Kinder kümmern und den Haushalt mit seinen Angestellten führen. Zwar gab es auf der Karriereleiter verschiedene Grenzen, aber auch mannigfaltige Möglichkeiten. Die in Leipzig ausgestellte Mumie einer Frau zeigt beispielsweise, dass auch der Tempeldienst nicht nur Männern vorbehalten war. Auch in Konfliktfällen wurden Frauen ebenso ernst genommen wie Männer: Im Falle einer Scheidung - die von beiden Seiten ausgehen konnte - wurde das Hab und Gut zwischen den Parteien aufgeteilt.

Einblick in die Lebensrealität von Frauen im Alten Ägypten geben uns heute Inschriften, Reliefs, Statuen und noch einiges mehr. Lernen Sie die altägyptischen Frauen der Leipziger Sammlung und ihre Schicksale in der Führung näher kennen.

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Oberteil einer Statuette des Pharao Chephren, 3. Jt. v. Chr.
Oberteil einer Statuette des Pharao Chephren, 3. Jt. v. Chr.

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Die Geschichte der Leipziger ägyptischen Sammlung beginnt mit einem Glücksfall. Gustav Seyffarth, Professor der Archäologie an der Universität Leipzig, war im Jahre 1840 die Kunde von einem in Triest verkäuflichen mumiengestaltigen Sarg zu Ohren gekommen, und es gelang ihm, das sächsische Kultusministerium zur Freigabe der Kaufsumme von 289 Talern zu bewegen. Als 1842 Richard Lepsius zu seiner „ägyptischen Reise” aufbrach, traf der „merkwürdige Sarkophag mit erhabenen Hieroglyphen von Cedernholz” - so der Titel einer Zeitungsmeldung - in der Antikensammlung der Leipziger Universität ein, die bisher nur Werke griechischer und römischer Kunst, vorwiegend in Gipsabgüssen, beherbergt hatte. Er sollte der Grundstock des späteren Ägyptischen Museums werden, zu dessen Glanzstücken er bis heute gehört.

Die Ausstellung im Krochhochhaus präsentiert mit etwa 7.000 Objekten einen vollständigen Überblick über viertausend Jahre altägyptischer Kultur. Es handelt sich um Originale unterschiedlichster Gattungen wie Statuen, Reliefs, Särge, Totenstatuetten, Stein- und Tongefäße.

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