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Veranstaltungsdetails

Datum:
Montag, 03.10.2022
Uhrzeit:
15:00 Uhr
Rubrik:

»Der Vorabend zur Wiedervereinigung, Studentenproteste, Demonstrationen gegen den Irakkrieg – Nachwendejahre in Leipzig«

Ausstellungsrundgang und Gespräch

mit Anne König, Verlegerin und Autorin (Leipzig)

Die Zeit zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung erlebten viele Menschen in der DDR als eine Achterbahnfahrt zwischen Hoffnungen und Zukunftsängsten. Diese Spannung zog sich durch die frühen 1990er Jahre, in denen sich in viele Biografien die Extreme einschrieben: Weggehen und Wiederkommen, Neuanfang und Scherbenhaufen, Versöhnung und Gewalt.

Die Leipziger Verlegerin und Autorin Anne König erlebte den Herbst und Winter 1989/90 mit seinen Massendemonstrationen als Volontärin der Thüringischen Landeszeitung in Weimar. Im September 1990, kurz vor der Wiedervereinigung, zog sie nach Leipzig. Während am Abend des 2. Oktober in der Innenstadt die offiziellen Feierlichkeiten über die Bühne gingen, beobachtete sie dort gewaltsame Übergriffe von Rechtsradikalen und schrieb in ihrem Tagebuch darüber. Später erschien daraus ein Textauszug in dem Band „Das Jahr 1990 freilegen“. In den Nachwendejahren, die von ständiger Gewalt zwischen Linken und Rechten geprägt waren, wohnte Anne König unter anderem in einem besetzten Haus in Leipzig-Connewitz.

Während eines Rundgangs durch die Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig am 3. Oktober 2022 berichtet Anne König unter anderem, wie sie die Umbrüche von 1989/90 erlebte, wie ihr Studiengang in Leipzig nach dem ersten Semester abgewickelt wurde, von Studentenprotesten, Demonstrationen gegen den Irakkrieg und den Weg zum eigenen Verlag.

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Informationen zum Veranstaltungsort

Mattheuer vor dem Eingang des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, Foto: PUNCTUM/Stefan Hoyer
Mattheuer vor dem Eingang des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, Foto: PUNCTUM/Stefan Hoyer

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Das moderne und besucherfreundliche Museum im Zentrum Leipzigs erinnert an die Geschichte von politischer Repression, von Opposition sowie von Widerstand und an die friedliche Revolution vor dem Hintergrund der deutschen Teilung und dem Alltagsleben in der kommunistischen Diktatur. Dazu kommt die Darstellung des Wiedervereinigungsprozesses in den vergangenen zwanzig Jahren. Es bietet einen Ort für die engagierte Auseinandersetzung mit deutscher Zeitgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart.

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen.

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