Veranstaltungsdetails

Datum:
Freitag, 09.09.2022
Uhrzeit:
20:00 Uhr
Rubrik:

Pussy Riot

Die politische Situation in Russland im Jahre in 2022 wird immer restriktiver und es ist wichtig dem Protest des Kollektivs PUSY RIOT , vor allem im Ausland , eine Stimme zu geben. Nationale kritische Medien sind verboten, FB und IG nun auch in Russland geschlossen, Protest nur mit dem Buch „Krieg und Frieden“ in der Hand führt zu einer vierwöchigen Gefängisstrafe. Stalinistische Methoden haben in Russland Einzug gehalten und für viele kritische Stimmen bleibt nur noch die Flucht oder Gefängnis. Eine Unterstützung des Protestes wird somit für uns immer dringlicher.

PUSSY RIOT ist ein russisches Protestkunst-Kollektiv mit Sitz in Moskau. Gegründet im März 2011, hatte es eine variable Mitgliedschaft von etwa 11 Frauen. Die Gruppe inszenierte nicht autorisierte provokative Guerilla-Punk-Rock-Aufführungen in ungewöhnlichen öffentlichen Plätzen, die in Musikvideos gemacht und im Internet veröffentlicht wurden. Die lyrischen Themen des Kollektivs umfassten den Feminismus, die LGBT-Rechte und die Opposition gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den die Gruppe als Diktator betrachtete. Diese Themen umfassten auch Putins Verbindungen zur Führung der russisch-orthodoxen Kirche. 
Sie gewannen vor 10 Jahren globale Berühmtheit, als fünf Mitglieder der Gruppe eine Aufführung in Moskaus Kathedrale von Christus dem Erlöser im Jahr 2012 inszenierten. Die Gruppenaktionen wurden von den orthodoxen Klerus als sakrilegiert angesehen und schließlich von kirchlichen Sicherheitsbeamten gestoppt. Die Frauen sagten, dass ihr Protest auf die Unterstützung der orthodoxen Kirchenführer für Putin während seines Wahlkampfes gerichtet war. Am März 2012 wurden drei der Gruppenmitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyokhina und Jekaterina Samutsevich verhaftet und mit Hooliganismus belastet. Am 17. August 2012 wurden die drei Mitglieder von »Hooliganismus motiviert durch religiösen Hass» verurteilt, und jeder wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Am 10. Oktober wurde nach einem Rechtsbehelf Samutsevich auf Bewährung befreit und ihr Urteil ausgesetzt. Die Sätze der beiden anderen Frauen wurden aufrechterhalten. Der Prozeß und der Satz zogen vor allem im Westen große Aufmerksamkeit und Kritik an. Der Fall wurde von Menschenrechtsgruppen angenommen, darunter Amnesty International, die die Frauen als Gewissensgefangene und eine Reihe von prominenten Entertainern bezeichneten. Nachdem wir 21 Monate gedient hatten, wurden Tolokonnikova und Alyokhina am 23. Dezember 2013 freigelassen, nachdem die Staatsduma (russisches Parlament) eine Amnestie genehmigt hatte. Nach ihrer Freilassung traten Tolokonnikova und Alyokhina und einige andere Mitglieder während der Olympischen Winterspiele in Sotschi als Pussy Riot auf, wo sie mit Peitschen und Pfefferspray von Kosaken angegriffen wurden, die als Wachleute eingesetzt wurden.

Die Frühjahrstour 22 in Europa ist eine einzige Erfolgsstory. Nach Masha´s Flucht gab, auch in Zusammenhang mit dem Protest gegen Putin und dem Ukrainekrieg weltweite Berichterstattung, losgetreten von einem exklusiven Interview in der New York Time. Es folgten Talkshows in ganz Europa und in Deutschland war der Höhepunkt ein Interview in den Tagesthemen bei Ingo Zamparoni sowie Beitrage in N3, 3 Sat, Arte, TTT sowie den privaten TV Sendern.

Ein wichtiges Anliegen ist den Mitgliedern von Pussy Riot die Ukraine zu unterstützen.

Die Band fordert in ihrem Programm zur Unterstützung eines Kinderkrankenhauses in Kiew auf. Sie selber spenden den Großteil ihrer Merchandise Einnahmen eben für dieses Krankenhaus.

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