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Veranstaltungsdetails

Datum:
Mittwoch, 03.11.2021
Uhrzeit:
19:30 Uhr

Karl Liebknecht – Warum erinnern?

Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion mit: Dr. Judith Prokasky, Programmleiterin »Der Palast der Republik ist Gegenwart« / Kuratorin Geschichte des Ortes, Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss Christoph Dieckmann, Journalist und Autor, Die Zeit Prof. Dr. Mike Schmeitzner, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden

Moderation: Dr. Ulrich Brochhagen, Redaktionsleiter, Redaktion Geschichte und Dokumentationen, Mitteldeutscher Rundfunk

Vor 150 Jahren wurde Karl Liebknecht in Leipzig als Sohn des prominenten Sozialdemokraten Wilhelm Liebknecht geboren. Bekannt und umstritten ist er – gemeinsam mit Rosa Luxemburg – als Protagonist der Novemberrevolution 1918. Der Mord an beiden durch rechte Freikorpssoldaten im Januar 1919 ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt.

In der DDR galt Karl Liebknecht als einer der wichtigsten Vorkämpfer des Kommunismus. Davon zeugen heute im Osten wenige Gedenkzeichen, vor allem noch mehr als 300 Straßennamen, auch in kleinen Orten. Dagegen spielt diese Erinnerung im Westen der Republik kaum eine Rolle. Zu den bekanntesten Beispielen gehören sicher die Karl-Liebknecht-Straßen in Berlin-Mitte oder in Leipzig. Ausstellungen oder Denkmäler sind dagegen selten geworden.
Probleme und Potential dieses Erbes aus heutiger Perspektive werden Journalist*innen und Historiker*innen in der Alten Börse diskutieren: Wer braucht heute Karl Liebknecht und warum tragen mehr als 300 Straßen überhaupt noch seinen Namen, vor allem hier im Osten? Kann man mit diesen Symbolen leben, stiften sie Identität oder stören sie das Zusammenwachsen in unserer Gesellschaft? Klafft die Wahrnehmung vor allem zwischen Ost und West auseinander oder eher zwischen politischen Lagern?

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig im Rahmen der Ausstellung »Held oder Hassfigur? – Der Leipziger Liebknecht« und des naTo-Projektes »Karl Liebknecht – Ein Leipziger wird 150«.

Anmeldung erforderlich unter stadtmuseum@leipzig.de oder 0341.9651340
Eintritt: frei

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Informationen zum Veranstaltungsort

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Alte Börse, © Christoph Kaufmann
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Alte Börse, © Christoph Kaufmann

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Die Alte Handelsbörse wurde im 17. Jahrhundert als repräsentativer Versammlungsort der Kaufleute im Stil des Frühbarock erbaut. Heute wird der Saal gern und vielseitig genutzt, vorwiegend für musikalische und literarische Veranstaltungen, wissenschaftliche und Fachvorträge, Firmenpräsentationen und Tagungen, festliche Empfänge und private Feiern.

Weitere Veranstaltungen unter der Rubrik: Vorträge & Diskussionen