Veranstaltungsdetails

Veranstaltungsort geschlossen
Datum:
Sonntag, 11.04.2021 bis Sonntag, 13.06.2021
Rubrik:

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Ergebnisse des Artists in Residence Programms der Giesecke+Devrient Stiftung 2020/21

Gezeigt werden die Ergebnisse der jeweils vierwöchigen Arbeitsaufenthalte der Künstler*innen im Museum für Druckkunst im Jahr 2020/21. Weitere unabhängige Werke, die das sonstige künstlerische Schaffen der Artists in Residence repräsentieren, ergänzen die Schau. Teilnehmende Künstler*innen sind Diogo deCalle, Petra Schuppenhauer, Sebastian Speckmann und Lisa Wilkens. Sie setzten im Museum für Druckkunst ihre zeitgenössischen Projekte in den verschiedenen Drucktechniken an den historischen Pressen um. Das Programm zeigt, dass Künstler und Künstlerinnen, die auch mit digitaler Technik arbeiten, zurückkehren in die Welt analoger Techniken, um dort etwas ganz Neues entstehen zu lassen. So schlagen sie Brücken zwischen dem Analogen und dem Digitalen.

Erstmals in 2020 haben die Giesecke+Devrient Stiftung und das Museum für Druckkunst Leipzig ein Artist in Residence Programm ausgelobt. Die Förderung ist zur künstlerischen Entwicklung im Bereich der Druckgrafik bestimmt, also des Hoch-, Tief- und Flachdrucks. Die Giesecke+Devrient Stiftung und das Museum für Druckkunst leisten damit auch einen Beitrag zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern, deren Schwerpunkt die Druckgrafik ist.

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Ausstellungsort

Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum für Druckkunst Leipzig
Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum für Druckkunst Leipzig

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Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Zwischen Technik und Kunst“ rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine Werkstatt für Holzstich sowie Musiknotendruck. Eine in Deutschland einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln zählt rund 4.000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft.

Besonderheit
Nur in Leipzig und Kyoto (Japan) wird das aufwenige Handwerk des Lichtdrucks noch gepflegt. Das Lichtdruckverfahren wurde von den Pionieren der Fotografie ab 1850 entwickelt. Hauptsächlich für Faksimiles genutzt, besitzen Lichtdrucke augenscheinlich den ganzen Reichtum ihres Originals, sind von diesen aber kaum zu unterscheiden. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung kennzeichnen das aufwändige Handwerk.

Ansässig ist das Museum in der Nonnenstraße 38 im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einer Vierflügel-Anlage mit einer rund 100jährigen Tradition als Druckwerkstatt. Die Fassade des Gebäudes zur Nonnenstraße wurde 1922/23 vom Architekten Edgar Röhrig umgestaltet und heute eine der seltenen Beispiele des Art Déco im Leipziger Stadtbild.

Weitere Veranstaltungen unter der Rubrik: Ausstellung