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Veranstaltungsdetails

Ort:
Haus des Buches | Garten/Literaturcafe
Datum:
Donnerstag, 24.09.2020
Uhrzeit:
19:30 Uhr

Olga Grjasnowa liest aus »Der verlorene Sohn«

»So sinnlich und anschaulich wie Olga Grjasnowa schreiben auf Deutsch nur wenige« (Der Spiegel).

Akhulgo, Nordkaukasus, 1839: Jamalludin wächst als Sohn eines mächtigen Imams auf. Seit Jahrzehnten tobt der Kaukasische Krieg, und sein Vater wird von der russischen Armee immer mehr bedrängt. Schließlich muss er seinen Sohn als Geisel geben, um die Verhandlungen mit dem Feind aufzunehmen, und Jamalludin wird an den Hof des Zaren nach St. Petersburg gebracht. Bald schon ist der Junge hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach seiner Familie und den verlockenden Möglichkeiten, die sich ihm in der prächtigen Welt des Zaren bieten. Olga Grjasnowa erzählt sprachmächtig von einem Kind, das zwischen zwei Kulturen und zwei Religionen steht und seine Identität finden muss. Und von der verheerenden Wirkung eines Krieges, in dem es keine Sieger geben kann (Aufbau Verlag 2020).

Olga Grjasnowa wurde 1984 in Baku, Aserbaidschan geboren und lebte längere Zeit in Polen, Russland, Israel und der Türkei. Für ihren vielbeachteten Debütroman »Der Russe ist einer, der Birken liebt« (Hanser 2012) wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. Ihr zuletzt erschienener Roman »Gott ist nicht schüchtern« (Aufbau 2017) wurde zum Bestseller.

Eintritt: 5,- / 3,- EUR. Anmeldung unter 0341 3 085 10 86 oder tickets@literaturhaus-leipzig.de

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