Veranstaltungsdetails

Datum:
Freitag, 18.06.2021 bis Sonntag, 20.06.2021
Rubrik:

Wagner-Festtage

Als »Jugendsünde« soll er sie zum Teil bezeichnet haben. Seine frühen Opern wollten nicht so recht zum späteren künstlerischen Selbstverständnis Richard Wagners passen. Also verfügte er, dass erst die Kompositionen ab dem »Fliegenden Holländer« im Festspielhaus in Bayreuth aufgeführt werden sollten. In den letzten Jahren erwachte jedoch das Interesse an Wagners Frühwerk und so wurden seine ersten drei vollendeten Opern 2013 nicht nur in Bayreuth, sondern auch an der Oper Leipzig aufgeführt. In der Spielzeit 2020/21 widmet die Oper Leipzig dem Frühwerk Wagners ein ganzes Festwochenende. Den Auftakt bilden dabei »Die Feen«. Wagners Opernerstling ist gewissermaßen eine Parabel auf die Situation des Künstlers in der Gesellschaft, in der die Welt der Feen zum Elfenbeinturm wird. Kompositorisch offenbart Wagner in diesem Werk mit Anklängen an Beethoven und Weber seine musikalischen Wurzeln. Schon hier zeichnet sich ein Hauptthema Wagners ab: Erlösung durch die Liebe. In »Das Liebesverbot oder die Novize von Palermo« trifft das dralle Leben des Karnevals von Palermo auf die moralischen Prinzipien des sittenstrengen Statthalters Friedrich, heißes mediterranes Temperament auf kühle nordische Disziplin. Wagner versucht sich an einem für ihn vollkommen ungewöhnlichen Genre, einer Oper im Stil der italienischen Opera buffa. Nichtsdestotrotz kommt auch hier ein Lebensthema des Komponisten zum Ausdruck, die vermeintliche Unvereinbarkeit von Erotik und »hoher« Liebe. In seinem »Rienzi, der letzte der Tribunen« erzählt Wagner die Geschichte vom Aufstieg und Fall Rienzis, des Volkstribuns, der durch Fehleinschätzung der gesellschaftlichen und politischen Realität zum Scheitern verurteilt ist.

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Oper Leipzig, Foto: Kirsten Nijhof
Oper Leipzig, Foto: Kirsten Nijhof

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Bereits 1693 wurde das erste Leipziger Opernhaus am Brühl gegründet. Damit war es das dritte bürgerliche Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg.

Die gesamte Operngeschichte war geprägt durch zahlreiche Uraufführungen und das Wirken berühmter Komponisten und Dirigenten. Seit 1840 ist das Gewandhausorchester bei jeder Aufführung dabei.

Das heutige Opernhaus am Augustusplatz wurde 1960 eröffnet. Große Namen haben Leipzigs Operngeschichte geprägt, z.B. Georg Philip Telemann, Gustav Mahler und Albert Lotzing. Auch in der Nachkriegszeit brillierte das Ensemble der Oper mit spektakulären Uraufführungen und Premieren, vor allem unter Joachim Herz und Udo Zimmermann.

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