Veranstaltungsdetails

Datum:
Sonntag, 15.03.2020
Uhrzeit:
11:00 Uhr - 17:00 Uhr
Rubrik:

2. Tag der Druckkunst

Der zweite Jahrestag der Aufnahme künstlerischer Drucktechniken ins bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes durch die Deutsche UNESCO-Kommission wird deutschlandweit gefeiert. Das Museum für Druckkunst, Mitinitiator der Bewerbung, ist natürlich dabei mit einem umfangreichen Programm und halben Eintrittspreisen.

11–14 Uhr: offenes Atelier für alle: Exlibris & Co – zur Buchmesse
Passend zum letzten Tag der Leipziger Buchmesse 2020 können alle Museumsgäste ihren eigenen Exlibris-Stempel und Lesezeichen für eines ihrer neu erworbenen Bücher herstellen. Je nach Alter und Vorwissen werden verschiedene Techniken dafür angeboten.

11–17 Uhr: Individuelle Rundgänge / Vorführungen in den Etagen
Als lebendiger Ort der Industriekultur präsentiert das Museum für Druckkunst historische Gieß-, Setz- und Druckprozesse an funktionierenden Maschinen. Auf jeder Etage finden Vorfüh­rungen an den historischen Maschinen statt.

12 Uhr: Führung in der aktuellen Fotografie-Ausstellung „Das Auge des Fotografen“
Die aktuelle Ausstellung „Das Auge des Fotografen. Industriekultur in der Fotografie seit 1900“ (bis 28. Juni 2020) zeigt sehr bekannte und teilweise noch unentdeckte fotografische Aufnahmen von Industriekultur der letzten 120 Jahre. Führung mit Kuratorin Sara Oslislo.

13–15 Uhr: offenes Gespräch mit der Gestalterin Juli Gudehus in ihrer Ausstellung „im wahrsten Sinne des Zeichens – Bildzeichen als Weltsprache“
Die BesucherInnen sind dazu eingeladen, mit der Gestalterin ins Gespräch zu kommen und an diesem Tag noch einmal aktiv mitzuwirken: am Riesen-Puzzle „Genesis“ und an der Entste­hung einer möglichen Weltsprache aus Bildzeichen.

11–17 Uhr: Vorführung Lichtdruck & Offenes Archiv BBKL e.V.
Die „Königin der Drucktechniken“: der Lichtdruck! Eine anspruchsvolle Technik, die in ihrer detailgetreuen Wiedergabe  bisher als unübertroffen gilt. Zum besonderen Anlass des Tags der Druckkunst führt Lichtdruckerin Janine Kittler das komplizierte Verfahren, das heute weltweit selten zu sehen ist, vor und erklärt die Besonderheiten.
Außerdem wird der BBKL e.V. die Türen seines im Museum befindlichen Vor- und Nachlassarchives öffnen, um anhand dort bewahrter graphischer Arbeiten von Rosemarie Kaufmann-Heinze, Ingo Kirchner und Siegfried Ratzlaff verschiedene Techniken der Druckkunst vorzustellen.

15 Uhr: Führung historische Drucktechniken, Schwerpunkt: Immaterielles Kulturerbe
Gedruckte Text- und Bildmedien sind seit mehr als 500 Jahren Teil der europäischen Kultur und Wissensgesellschaft. Im Jahr 2018 wurden die „Künstlerischen Drucktechniken“ in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Museumsdirektorin Dr. Susanne Richter führt durch die Sammlung und stellt die heutige Relevanz der historischen Drucktechniken und deren Ausübung vor.

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Eingabe der Veranstaltungen erfolgt mit großer Sorgfalt. Dennoch kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Bitte schauen Sie ggf. auch auf die Seite des Veranstalters/Veranstaltungsortes.

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Informationen zum Veranstaltungsort

Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum f├╝r Druckkunst Leipzig
Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum f├╝r Druckkunst Leipzig

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Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Zwischen Technik und Kunst“ rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine Werkstatt für Holzstich sowie Musiknotendruck. Eine in Deutschland einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln zählt rund 4.000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft.

Besonderheit
Nur in Leipzig und Kyoto (Japan) wird das aufwenige Handwerk des Lichtdrucks noch gepflegt. Das Lichtdruckverfahren wurde von den Pionieren der Fotografie ab 1850 entwickelt. Hauptsächlich für Faksimiles genutzt, besitzen Lichtdrucke augenscheinlich den ganzen Reichtum ihres Originals, sind von diesen aber kaum zu unterscheiden. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung kennzeichnen das aufwändige Handwerk.

Ansässig ist das Museum in der Nonnenstraße 38 im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einer Vierflügel-Anlage mit einer rund 100jährigen Tradition als Druckwerkstatt. Die Fassade des Gebäudes zur Nonnenstraße wurde 1922/23 vom Architekten Edgar Röhrig umgestaltet und heute eine der seltenen Beispiele des Art Déco im Leipziger Stadtbild.