Veranstaltungsdetails

Datum:
Mittwoch, 02.10.2019 bis Freitag, 31.01.2020
Rubrik:

»An den Pontischen Hängen von Lebus«

Intermediales Ausstellungs- und Zeitzeugenprojekt von Edith Tar und Radjo Monk

Die Ausstellung setzt sich zusammen aus der Fotoschau Auf ein Wunder kann man nicht schießen, der Installation Schließt euch an!, der Hörstation Geschmack der Worte sowie der Videoinstallation An den Pontischen Hängen von Lebus.

Ausgangspunkt ist die Absicht, die Dramatik der Ereignisse in der DDR im Herbst 1989 noch einmal aus heutiger Sicht zu betrachten, das individuelle mit dem kollektiven Gedächtnis fragmentarisch reagieren zu lassen und dabei der Frage nachzugehen, inwiefern Erfahrungen von vor 30 Jahren in Gegenwart und Zukunft tragfähig sind.

Ob es zudem gelingen kann, eine jüngere Generation einzuladen und zu inspirieren, eigene Wege und Methoden zu finden, historische Erfahrungen vital zu halten. Das Ganze soll verstanden werden als Plädoyer für Mitmenschlichkeit im Sinne des Begriffs der Sozialen Plastik, wie er durch Joseph Beuys (1921–1986) in den allgemeinen Diskurs eingeführt worden ist.

Im Hintergrund dieser aktuellen Präsentation steht das Langzeitprojekt Der Revolutionstisch – Eine Soziale Plastik, das 30 Männer und Frauen integriert, die den sozialen Querschnitt der Straßenproteste im Herbst 1989 spiegeln, die Künstler inklusive. Edith Tar und Radjo Monk folgen damit ihrer Intention, das Bewusstsein für die Friedliche Revolution jenseits aller Klischees wachzuhalten, und mit künstlerischen Mitteln eine konstruktive Auseinandersetzung über historisch gewordene Ereignisse anzuregen, wobei der Fokus auf eine von Projektionen überlagerte und im Entschwinden begriffene Zeit gelenkt wird, in die sich zunehmend Verklärung mischt.

Eintritt frei

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Informationen zum Veranstaltungsort

  • BStU Leipzig
  • Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehem. DDR
  • Dittrichring 24
  • 04109 Leipzig
  • Telefon: +49 (0)341 22470
  • Telefax: 0341 22473219
  • Internet: www.bstu.bund.de
  • E-Mail: astleipzig@bstu.bund.de
  • Mo-Fr 8-18 Uhr, Sa/So, Feiertag 10-18 Uhr, Führungen durch das Archiv mit seinen im Original enthaltenen Aktenbeständen nach Absprache oder jeden letzten Mittwoch im Monat um 17 Uhr. Eintritt frei!

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Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist immer frei! Die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) sichert, erschließt und verwaltet die Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR und macht sie auf Grundlage des Stasi-Unterlagen-Gesetzes (StUG) jedem zugänglich.