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Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 12.09.2020 bis Sonntag, 20.09.2020
Rubrik:

Schumann-Festwoche 2020

Die Schumann-Festwoche in Leipzig kommt 2020 am Jubilar des Jahres nicht vorbei: Das Programm des Kammermusikfestivals im Leipziger Schumann-Haus verbindet vom 12. bis 20. September Werke von Clara und Robert mit denen des Meisters der Wiener Klassik – nichts einfacher als dies, zählten die Schumanns doch zu dessen Verehrern. Clara galt zudem als die vollkommene Beethoven-Interpretin ihrer Zeit. In den insgesamt acht Konzerten im historischen Salon des Künstlerehepaares sind u. a. die Geigerin Antje Weithaas, die Pianistin Ragna Schirmer und das UWAGA! Quartett zu erleben.

Alle Konzerte können mit einem kurzen Rundgang durch das erste Museum für ein Künstlerpaar ausklingen. Die im vergangenen Jahr eröffnete neue Ausstellung möge den Besucher inspirieren, seine persönliche Perspektive auf das Musikerpaar zu finden und eine Brücke von der Historie zur heutigen Zeit zu schlagen. Im Zentrum stehen die beiden im Schumann-Haus entstandenen Werke „Die Ehetagebücher“ und der gemeinsam komponierte Liederzyklus „Liebesfrühling“.

Zu den innovativen Highlights im Schumann-Haus zählen „Claras Hand“, auf der der Museumsgast durch eine Installation von Erwin Stache Töne und Werke von der Pianistin zum Klingen bringen kann. Im Ehe-Experimentierraum verwandeln sechs Beamer einen Raum in drei Themenwelten. Featureautorin Magdalene Melchers entwickelte dafür „Visualisierte Features“. Inspiriert von Worten des Schumannschen Ehepaares wird die Zerrissenheit zwischen Liebe und Kunst, Freude und Last mit den Kindern, Reichtum an Gaben und Ringen um Geld sicht- und hörbar. Umringt von einer assoziativen Bildsprache erscheinen Zeilen in neuem Licht und lassen den Besucher eindrucksvoll in die jeweiligen Themen eintauchen.

  • Internet: www.schumannhaus.de/veranstaltungen/schumann_festwoche/
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    Informationen zum Veranstaltungsort

    Schumann-Haus, Saal und Nebenraum, Foto: Matthias Knoch
    Schumann-Haus, Saal und Nebenraum, Foto: Matthias Knoch

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    Ihre glücklichen ersten vier Ehejahre verbrachten Clara und Robert Schumann in dem von Friedrich August Scheidel 1838 im klassizistischen Stil errichteten Haus in der Inselstraße 18. An ihrem 21. Geburtstag bezogen die frisch Vermählten ihr erstes gemeinsames Domizil in einem aufstrebenden neuen Stadtteil, der sich zum Zentrum des Buchgewerbes entwickelte. Zahlreiche Verlage und Buchdruckereien siedelten sich an, darunter Breitkopf & Härtel und C. F. Peters sowie F. A. Brockhaus und Reclam. In der Wohnung begrüßte das Künstlerpaar regelmäßig berühmte Persönlichkeiten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Hector Berlioz. Hier komponierte Robert Schumann einige seiner bedeutenden Werke, beispielsweise den Liebesfrühling op. 37 zusammen mit Clara, die Frühlingssinfonie op. 38, die Dichterliebe op. 48 sowie sein Klavierquintett op. 44, das seine Frau im Gewandhaus uraufführte. 1999 kaufte die Rahn Dittrich Group das Haus und begann mit der Restaurierung nach denkmalpflegerischen Richtlinien. Gemeinsam mit der Freien Grundschule „Clara Schumann“ und dem Schumann-Verein Leipzig e.V. entstand ein einzigartiger Ort aus Museum, Veranstaltungsort und Ausbildungsstätte.

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