Veranstaltungsdetails

Ort:
Schauspiel Leipzig | Große Bühne
Datum:
Samstag, 16.01.2021
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Rubrik:

»Das Schloss« - nach dem Roman von Franz Kafka

Premiere

Nach langer Wanderung kommt K. spätabends in ein kleines, schneeverwehtes Dorf. Er sei vom Schlossgrafen als Landvermesser bestellt, so stellt er sich den Menschen dort vor. Doch die Versuche, mit seinen Auftraggebern in Kontakt zu treten, münden schnell in die Konfrontation mit einem übermächtig scheinenden, bizarr operierenden Verwaltungsapparat.

K., wieder ein Protagonist, der durch Kafkas eigene Initiale gekennzeichnet wird. Als Weiterentwicklung des „Prozess“ sogar ohne Vornamen, nur mit einem einzelnen Buchstaben, der exemplarisch für die Fremdheit und Verlorenheit der Figur stehen kann.
Franz Kafka, der nach seinem Jurastudium für die Finanzierung seiner Autorenschaft „Brotberufen“ bei Versicherungen nachgeht und sich des Öfteren über die dort herrschende ermattende Bürokratie beklagt, beginnt 1922 seine Arbeit am Roman „Das Schloss“, bricht diese jedoch nach wenigen Monaten ab, ohne das Werk fertigzustellen. Sein Freund Max Brod veröffentlicht das Fragment 1924 nach Kafkas Tod — mit dem Hinweis, dass K. zwar am siebten Tage vor Erschöpfung sterben, durch die Erlaubnis, im Dorf wohnen und arbeiten zu können, aber zumindest teilweise Genugtuung hätte erhalten sollen. Doch ob Kafka das Werk wirklich fertigstellen wollte, noch dazu in solcher Wendung, bleibt zweifelhaft, denn er schreibt zu Lebzeiten, dass er die Geschichte für immer unvollendet liegen lassen müsse.

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Schauspiel Leipzig
Schauspiel Leipzig

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Die Spielstätte Diskothek befindet sich in der Bosestr./Ecke Dittrichring und die Spielstätte Residenz inmitten der Baumwollspinnerei Leipzig. Das Schauspielhaus entstand 1955/56 durch Um- und Ausbau des 1943 zerstörten Centraltheaters, das 1902 als Operettentheater ins Leben gerufen wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg sollte ein modernes Theaterhaus entstehen. 1945/46 wurde es zunächst provisorisch zum Schauspielhaus umgebaut. Die Architekten Souradny, Herbst und Brummer gestalteten den stattlichen Bau inklusive Dreh- und Wagenschiebebühne.

Die Einweihung des neuen Theaterhauses fand am 1. März 1957 mit einer Aufführung von Schillers Wallenstein statt. In den Jahren 2003 bis 2006 wurde die Außenfassade des Theaters in der Bosestraße renoviert. Insgesamt haben 666 Personen im Saal Platz.

siehe auch: Residenz

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