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Veranstaltungsdetails

Ort:
Schauspiel Leipzig | Hinterbühne
Datum:
Samstag, 16.03.2019
Uhrzeit:
20:00 Uhr
Rubrik:

»Sechs Personen suchen einen Autor« - von Luigi Pirandello

In die Probe eines Theaterstücks platzen sechs Personen, die ihre eigene Geschichte aufgeführt bekommen wollen. Sie behaupten, lebendige Bühnenfiguren zu sein, hochinteressant und doch verlorengegangen, da ihr Autor sie am Ende doch nicht in die Welt der Kunst gesetzt habe. Als den Personen und ihrer Geschichte Gehör geschenkt wird, tut sich das Melodrama einer vormodernen Patchwork-Familie auf: Der Vater trifft eines Tages in einem Bordell auf seine älteste Stieftochter, die Mutter wird Zeugin dieser Begegnung. Daraufhin kommt es nach Jahren der Getrenntheit zu einer versuchten Familienzusammenführung, die schließlich ein tragisches Ende nimmt — ob im Spiel oder in Wirklichkeit, darüber verlieren sich die Familie und die Theaterleute im Disput.

„Der Mensch hat das Bedürfnis, sich ständig durch die Erschaffung einer Wirklichkeit über die Realität zu täuschen“, schrieb Luigi Pirandello. Der sizilianische Literaturnobelpreisträger machte in seinem berühmtesten Stück, 1921 uraufgeführt, das Theater selbst zum Gegenstand des Theaters und enthüllte nicht nur das Spiel der Rollen als Schein des Theaters, sondern auch das Leben selbst als ein Theaterspiel mit Rollen und Masken.

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Schauspiel Leipzig
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Die Spielstätten Diskothek / Baustelle befinden sich in der Bosestr./Ecke Dittrichring und die Spielstätte Residenz inmitten der Baumwollspinnerei Leipzig. Das Schauspielhaus entstand 1955/56 durch Um- und Ausbau des 1943 zerstörten Centraltheaters, das 1902 als Operettentheater ins Leben gerufen wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg sollte ein modernes Theaterhaus entstehen. 1945/46 wurde es zunächst provisorisch zum Schauspielhaus umgebaut. Die Architekten Souradny, Herbst und Brummer gestalteten den stattlichen Bau inklusive Dreh- und Wagenschiebebühne.

Die Einweihung des neuen Theaterhauses fand am 1. März 1957 mit einer Aufführung von Schillers Wallenstein statt. In den Jahren 2003 bis 2006 wurde die Außenfassade des Theaters in der Bosestraße renoviert. Insgesamt haben 666 Personen im Saal Platz.