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Datum:
Sonntag, 30.06.2019
Uhrzeit:
18:00 Uhr
Rubrik:

»Die verkaufte Braut« - Bedrich Smetana

Komisches Singspiel in drei Akten

Text von Karel Sabina, Deutsch von Max Kalbeck | In deutscher Sprache mit Übertiteln

Marie soll unter der fachkundigen Mitwirkung des Hei­ratsvermittlers Kezal mit Wenzel, dem Sohn des Groß­grundbesitzers Micha, verheiratet werden. Sie liebt ­jedoch Hans, der sich vor Jahren aus der dörfli­chen Enge verabschiedet hat und nun inkognito ­wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Um Maries Verheiratung mit Wenzel zu verhindern, schlägt Hans dem Heiratsvermittler einen Deal vor. Er verzichtet gegen ein beträchtliches Sümmchen Geld auf seine Marie unter der Bedingung, dass diese aus­schließlich den Sohn Michas heiraten dürfe. Denn auch Hans entpuppt sich als ein Sohn des Großgrund­besitzers.

Nicht ohne Grund hat der Komponist des bekannten Orchesterstücks »Die Moldau« seinen ­gesamten ­Orchesterzyklus »Mein Vaterland« genannt. Auch »Die verkaufte Braut« führt uns in seine Heimat und auch dieses Werk enthält mit dem Tanz der Komö­dianten eines der berühmtesten Orchesterstücke des Komponisten. Das 19. Jahrhundert sah in dem ko­mischen Singspiel die »Nationaloper« ­schlechthin, in deren Musik sich die »böhmische Volksseele« ­ausdrückt, Kategorien, die heute überholt anmuten. Vor diesem Hintergrund wirkt Smetanas »Verkaufte Braut« eher wie eine nostalgische Zeitreise in die Zeit der arrangierten Ehen. Sein Blick richtet sich ­weniger auf die große Nation als vielmehr auf den Mikro­kosmos der dörflichen Welt, die zwar nach ihren eigenen ­Gesetzmäßigkeiten funktioniert, in der aber doch stets das Menschliche siegt.

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Informationen zum Veranstaltungsort

Oper Leipzig, Foto: Kirsten Nijhof
Oper Leipzig, Foto: Kirsten Nijhof

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Bereits 1693 wurde das erste Leipziger Opernhaus am Brühl gegründet. Damit war es das dritte bürgerliche Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg.

Die gesamte Operngeschichte war geprägt durch zahlreiche Uraufführungen und das Wirken berühmter Komponisten und Dirigenten. Seit 1840 ist das Gewandhausorchester bei jeder Aufführung dabei.

Das heutige Opernhaus am Augustusplatz wurde 1960 eröffnet. Große Namen haben Leipzigs Operngeschichte geprägt, z.B. Georg Philip Telemann, Gustav Mahler und Albert Lotzing. Auch in der Nachkriegszeit brillierte das Ensemble der Oper mit spektakulären Uraufführungen und Premieren, vor allem unter Joachim Herz und Udo Zimmermann.