Veranstaltungsdetails

Datum:
Mittwoch, 01.04.2020 bis Freitag, 31.07.2020
Rubrik:

Das Auge des Fotografen. Industriekultur in der deutschen Fotografie seit 1900 bis heute

Die Vielfalt von Industriekultur spiegelt sich hervorragend in der Fotografie. Seit 1900 dokumentieren Fotografen Ensembles von Industriekultur und setzen dabei Mensch, Handwerk und Industriearchitektur in Beziehung. Die Fotografien sind zum einen Dokumente der sich rasant verändernden Gesellschaft, zum anderen haben sie einen künstlerischen Anspruch und sind im Medium der Fotografie selbst der schnellen technischen Entwicklung im 20. Jh. unterworfen. Die reichen Sammlungen an Fotografie in Sachsen sind Ausgangspunkt für eine Reise durch die Fotografie zur Industriekultur im 20. Jh. Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Jahr der Industriekultur in Sachsen 2020.

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Informationen zum Veranstaltungsort

Blick in das Museum für Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag
Blick in das Museum für Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag

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Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Zwischen Technik und Kunst“ rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine Werkstatt für Holzstich sowie Musiknotendruck. Eine in Deutschland einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln zählt rund 4.000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft.

Besonderheit
Nur in Leipzig und Kyoto (Japan) wird das aufwenige Handwerk des Lichtdrucks noch gepflegt. Das Lichtdruckverfahren wurde von den Pionieren der Fotografie ab 1850 entwickelt. Hauptsächlich für Faksimiles genutzt, besitzen Lichtdrucke augenscheinlich den ganzen Reichtum ihres Originals, sind von diesen aber kaum zu unterscheiden. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung kennzeichnen das aufwändige Handwerk.

Ansässig ist das Museum in der Nonnenstraße 38 im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einer Vierflügel-Anlage mit einer rund 100jährigen Tradition als Druckwerkstatt. Die Fassade des Gebäudes zur Nonnenstraße wurde 1922/23 vom Architekten Edgar Röhrig umgestaltet und heute eine der seltenen Beispiele des Art Déco im Leipziger Stadtbild.