Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 11.05.2019
Uhrzeit:
10:00 Uhr - 18:00 Uhr

25. Leipziger Typotage »Typografie und Zeitgeist«

Die Leipziger Typotage feiern 2019 ein Jubiläum: am Samstag, 11. Mai, findet die 25. Ausgabe der Konferenz in Leipzig statt. Als Thema wurde dafür „Typografie und Zeitgeist“ gewählt. Das könnte nicht passender sein, da 2019 auch das Bauhaus im Fokus steht, dessen Ideen heute noch maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung haben. Daran anknüpfend und vor allem mit Blick auf das zeitgenössische Geschehen in Schriftgestaltung, Typografie und Grafikdesign widmen sich die Typotage 2019 einem breiten Themenspektrum.

Ein historischer Teil konzentriert sich auf die 1920er Jahre und die Wirkmächtigkeit des Bauhauses. Hierzu werden Dr. Annette Ludwig (Gutenberg-Museum Mainz) und Andreas Weber (Stan Hema, Berlin, Entwicklung des CI für bauhaus100) Vorträge halten. Danach widmen sich die Vorträge dem Zeitgeist der Gegenwart. Sprechen werden u. a. die Schriftgestalterin Inga Plönnigs (Berlin), der Interface-Designer Frank Rausch (Berlin) sowie Marc Schütz (Frankfurt/Main), der das zukunftsorientierte Institut für Schriftgestaltung in Offenbach/Main leitet. Mit Daniel Klotz von den Berliner Lettertypen ist ein Grenzgänger auf dem Typotage-Podium, der den Zeitgeist des Handgemachten mit historischen Druckverfahren in die digitale Welt transformiert.

Weitere Referenten sowie das Vorabendprogramm am Freitag, 10. Mai, werden in Kürze auf typotage.de bekannt gegeben.

  • Internet: www.typotage.de
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    Informationen zum Veranstaltungsort

    Blick in das Museum für Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag
    Blick in das Museum für Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag

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    Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Zwischen Technik und Kunst“ rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine Werkstatt für Holzstich sowie Musiknotendruck. Eine in Deutschland einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln zählt rund 4.000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft.

    Besonderheit
    Nur in Leipzig und Kyoto (Japan) wird das aufwenige Handwerk des Lichtdrucks noch gepflegt. Das Lichtdruckverfahren wurde von den Pionieren der Fotografie ab 1850 entwickelt. Hauptsächlich für Faksimiles genutzt, besitzen Lichtdrucke augenscheinlich den ganzen Reichtum ihres Originals, sind von diesen aber kaum zu unterscheiden. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung kennzeichnen das aufwändige Handwerk.

    Ansässig ist das Museum in der Nonnenstraße 38 im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einer Vierflügel-Anlage mit einer rund 100jährigen Tradition als Druckwerkstatt. Die Fassade des Gebäudes zur Nonnenstraße wurde 1922/23 vom Architekten Edgar Röhrig umgestaltet und heute eine der seltenen Beispiele des Art Déco im Leipziger Stadtbild.