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Veranstaltungsdetails

Ort:
Schauspiel Leipzig | Diskothek
Datum:
Sonntag, 10.02.2019
Uhrzeit:
20:00 Uhr
Rubrik:

»atlas« (UA) - Thomas Köck

Ein Kind, das es nicht hätte geben dürfen, begibt sich im Heimatland seiner Eltern auf die Suche nach der Großmutter, die ihre Tochter schon lange tot glaubt. Und zwei junge Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben geraten in den Strudel einer nationalen Historie, in dem sich ein Wir formiert, dem sie nicht angehören.

Die Figuren in Thomas Köcks neuem Stück „atlas“ legen Zeugnis ab von ihren Biographien, die unsichtbar an historischen Ereignissen hängen. In vietnamesischen Migrationsbiographien identifiziert Thomas Köck eine evidente Aktualität, welche den Geschichten ein überzeitliches Flirren verleiht. Die Fragen bleiben brennend: Wer geht und wer kommt, wer darf ankommen, wie viel wert ist ein Leben, wessen Geschichte wird gehört, wer sind wir und wer sind die anderen?

 „atlas“ ist ein Auftragswerk des Autors Thomas Köck für das Schauspiel Leipzig, dessen Stück  „paradies fluten (verirrte sinfonie)“ bereits in der Spielstätte Diskothek zur Aufführung kam.

Thomas Köck wurde für seine Theatertexte mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Förderpreis, dem Dramatikerpreis der österreichischen Theaterallianz, dem Stückepreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises. 2018 erhielt er den renommierten Mülheimer Dramatikerpreis. Seine Stücke werden u. a. am Burgtheater und am Schauspielhaus Wien, am Nationaltheater Mannheim und am Thalia Theater Hamburg gespielt.

Regie: Philipp Preuss

Besetzung:
Ellen Hellwig,
Sophie Hottinger,
Marie Rathscheck,
Denis Petković

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Informationen zum Veranstaltungsort

Schauspiel Leipzig
Schauspiel Leipzig

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Die Spielstätten Diskothek / Baustelle befinden sich in der Bosestr./Ecke Dittrichring und die Spielstätte Residenz inmitten der Baumwollspinnerei Leipzig. Das Schauspielhaus entstand 1955/56 durch Um- und Ausbau des 1943 zerstörten Centraltheaters, das 1902 als Operettentheater ins Leben gerufen wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg sollte ein modernes Theaterhaus entstehen. 1945/46 wurde es zunächst provisorisch zum Schauspielhaus umgebaut. Die Architekten Souradny, Herbst und Brummer gestalteten den stattlichen Bau inklusive Dreh- und Wagenschiebebühne.

Die Einweihung des neuen Theaterhauses fand am 1. März 1957 mit einer Aufführung von Schillers Wallenstein statt. In den Jahren 2003 bis 2006 wurde die Außenfassade des Theaters in der Bosestraße renoviert. Insgesamt haben 666 Personen im Saal Platz.

siehe auch:
Residenz