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Das moderierte Konzertprogramm erzählt die außergewöhnliche Reise der Familie Henriques, später Hinrichsen, von der Vertreibung aus Spanien über Portugal, Dänemark und Leipzig. Die Geschichte wird durch Musik des 13. bis 20. Jahrhundert lebendig, die die jeweiligen Stationen und kulturellen Einflüsse widerspiegelt.
Die Zeitreise beginnt mit den Cantigas de Santa Maria, die unter Alfons dem Weisen gesammelt wurden, einem vehementen Fürsprecher religiöser Toleranz. Weiter führt das Programm zu traditionellen sefardischen Liedern, die nach der Vertreibung der jüdischen Bevölkerung Spaniens als tragbares Kulturgut in Europa und dem Mittelmeerraum verbreitet wurden. Es beleuchtet Glückstadt als dänische Exulantenstadt mit Religionsfreiheit in einem vom Glaubenskrieg zerrütteten Europa und Hamburg als Zentrum sefardischer Kultur in Mitteleuropa.
Die Stationen zeigen die Transformation der Familie vom sefardischen zum aschkenasischen und schließlich assimilierten Judentum. Juddische Lieder stehen neben deutschen Volksliedern und spiegeln den kulturellen Integrationsprozess wider. Hinrichsen, der das vom Kaiser initiierte „Volksliederbuch für Männerchor“ herausgab, erhielt dafür später den Kronenorden – ein symbolträchtiger Akt deutsch-jüdischer Kulturgeschichte, der die Familie Hinrichsen allerdings nicht vor den bevorstehenden Entwicklungen bewahren konnte.
Eintritt: 20,00 € / erm.: 15,00 € / Studierende: 5,00 €
Vorverkauf: www.edvard-grieg.de, per Mail an: info@edvard-grieg.de, unter: 0341/9 93 96 61 sowie bei Musikalienhandlung Oelsner und Ticketgalerie Hainstraße
Veranstaltung im Rahmen von: Grieg-Festtage 2026
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Informationen zum Veranstaltungsort
Sie befindet sich in den ehemaligen Räumen des C. F. Peters Verlags. Im einstigen Musiksalon auf der Beletage spielte Edvard Grieg seine neuesten Kompositionen vor. Heute finden hier Konzerte und Vorträge statt. In den sich anschließenden Räumen kann man sich über Leben und Werk des berühmten Norwegers informieren. Grieg stand seit Abschluss seines Studiums am Leipziger Konservatorium mit Max Abraham, dem Leiter des C.F.Peters Verlags, in enger Verbindung. 1889 schloss Grieg mit C.F.Peters einen Vertrag ab, der dem Verlag das alleinige Recht der Publikation seiner Werke sicherte. Das Haus Talstraße 10 war für Grieg während der Aufenthalte in Leipzig auch häufig sein Domizil.
Weitere Veranstaltungen an diesem Ort: Grieg-Begegnungsstätte Leipzig
Weitere Veranstaltungen unter der Rubrik: Konzert
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