Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 20.06.2026 bis Sonntag, 30.08.2026
Rubrik:
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Gespiegelt – Perspektiven zeitgenössischer Radierung

In der Ausstellung „Gespiegelt – Perspektiven zeitgenössischer Radierung“ präsentieren Studierende
und Lehrende der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der weißensee kunsthochschule
Berlin sowie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig ca. 50 aktuelle Positionen des
Tiefdrucks.

Mit dem Aufkommen des Holzschnitts im frühen 15. Jahrhundert, des Kupferstichs zur Mitte des
Jahrhunderts und schließlich der Radierung kurz vor 1500 wird die Druckgrafik zur eigenständigen
Kunstgattung. Mit Persönlichkeiten wie Johannes Gutenberg (ca. 1400–1468), Erfinder des
Buchdrucks mit beweglichen Lettern, und dem Ausnahmeholzschnitt- und Radierkünstler Albrecht
Dürer (1471– 1528) blickt Deutschland auf eine jahrhundertealte Grafiktradition zurück. Heute sind
es insbesondere die Kunsthochschulen, die dieses Erbe weitergeben und zugleich neue Impulse
setzen. In ihren Werkstätten werden Studierende umfassend in klassischen und experimentellen
Tiefdrucktechniken ausgebildet – von Kaltnadelradierung, Strichätzung, Aquatinta, Vernis mou,
Reservage, Mezzotinto, Schabaquatinta, aber auch Techniken wie Siebdruck auf Druckkplatten oder
mit Fotografie verbundene Verfahren wie Cliché verre oder Photogravur bis hin zu Schnittstellen zur
digitalen Welt. Die Ausbildung an den Hochschulen der drei beteiligten Bundesländer ist
grundsätzlich gleich und doch gibt es feine, sichtbare Unterschiede.

Bei den Werkstattleitern Maria Ondrej, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Pedro Boese,
weißensee kunsthochschule berlin und Robert Schmiedel, Hochschule für Grafik und Buchkunst
Leipzig entstand gemeinsam mit Katharina Walter, Museum für Druckkunst Leipzig, die Idee ein
hochschulübergreifendes Ausstellungsprojekt ins Leben zu rufen. Ziel ist die Vielfalt und Qualität der
Ausbildung im Bereich der Radierung sichtbar zu machen und zugleich den künstlerischen
Nachwuchs in den Fokus zu rücken. Pro Hochschule sind acht bis zehn Studierende eingeladen.
Gleichzeitig ist das Projekt ein erster Schritt um Gemeinsamkeiten und die Zusammenarbeit der
Institutionen nachhaltig zu stärken, Unterschiede herauszuarbeiten aber auch neue Impulse zu
setzen. Die Kooperation ist ein wichtiger Beitrag den Tiefdruck als immaterielles Kulturerbe lebendig
zu halten.

Die Ergebnisse zum Leitmotiv „Gespiegelt – Perspektiven zeitgenössischer Radierung“ werden an
verschiedenen Standorten in Deutschland für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Den Auftakt der
Ausstellung bildet das Museum für Druckkunst Leipzig.

Am Freitag, den 19. Juni wird die Ausstellung um 19:00 im Museum in Leipzig eröffnet.

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Ausstellungsort

Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum für Druckkunst Leipzig
Plakat mit Holzbuchstaben, Foto: Museum für Druckkunst Leipzig

Das Museum für Druckkunst bewahrt und vermittelt traditionelles Druckhandwerk. Gemeinsam mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BKK) initiierte es die Aufnahme der Drucktechniken in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes, die 2018 durch die Deutsche UNESCO-Kommission anerkannt wurde.

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