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Zusammen mit dem Verein der Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e. V. vergibt das MdbK in diesem Jahr erstmals einen neuen Förderpreis für junge Kunst in Mitteldeutschland. Damit verfolgen Verein und Museum das Ziel der regionalen Nachwuchsförderung. Der Preis wird fortan alle zwei Jahre vergeben.
Für den Auftakt hat eine Jury aus mehr als 160 Einreichungen vier künstlerische Positionen ausgewählt, die in einer Gruppenausstellung miteinander in Dialog treten.
MdbK [jetzt] ermöglicht damit eine ausschnitthafte wie selektive Aufnahme jüngerer Tendenzen, Formensprachen und Konzepte des aktuellen regionalen Kunstgeschehens: Franzi Goralski (FG) (*1992 Radebeul) ist an konzeptuellen Strategien interessiert und konstruiert u. a. Raumerfahrungen, in denen es um geschlechterspezifische Codierungen von Raum geht. Darüber macht FG Beziehungen zwischen Orten und deren Bedeutung wahrnehmbar. Mashid Mahboubifar (*1991 Jahrom/Iran) arbeitet mit bewegten wie unbewegten Bildern sowie Installationen. Historische Ereignisse oder Erzählungen werden im künstlerischen Prozess anhand von Artefakten und deren spezifischer Lektüre in die Gegenwart übertragen. So entstehen visuell starke Bilder, die unerwartete Perspektiven auf zeitaktuelle Themen ermöglichen. Dagegen experimentiert Anna Perepechai (*1989 Poltawa/Ukraine) mit Mitteln der Fotografie und untersucht darin das Medium selbst. Thematisch greift sie gesellschaftliche Transformationsprozesse auf, wobei immer wieder der postsowjetische Raum mit seinen vielfach auch traumatischen Brechungen und Konflikten im Zentrum steht.
Schließlich werden neue skulpturale bzw. installative Arbeiten von Theresa Rothe (*1990 Dresden) zu sehen sein. Mit ihren puppenhaften, farbstarken und haptischen Gestalten aus Plüsch erkundet die Künstlerin einen Zwischenraum, in dem Kreatürliches zwischen Groteske und Humor changiert. Die Preisverleihung findet am 27. Mai 2026 im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung statt.
Kuratorin: Katrin Klietsch, freie Kunsthistorikerin
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Ausstellungsort
Um 1858 haben Leipziger Kaufleute, Verleger, Händler und Bankiers das Museum der bildenden Künste Leipzig gegründet. Seitdem sind zahlreiche Sammler ihrem Beispiel gefolgt und haben das Museum mit Schenkungen und Stiftungen bedacht. Ihre private Leidenschaft und ihr persönlicher Blick sind beim Rundgang durch die Sammlung stets gegenwärtig.
Bereits von außen sichtbar sind die Höfe und Terrassen, die das Museum zur Stadt hin öffnen und das Prinzip der Leipziger Passagen aufgreifen. Einmalig ist die Weite im Inneren, besonders in Verbindung mit den vielfältigen Sichtachsen und den Aussichten auf die Stadtlandschaft. Die Materialien Glas, Sichtbeton, Muschelkalk und Eichenholz dominieren den Innenraum und verleihen ihm atmosphärische Vielfalt.
Die Präsentation zeitgenössischer Werke und raumbezogener Installationen auf den Terrassen, in den Höfen und Treppenhäusern macht die Begegnung von Kunst und Architektur in besonderer Weise erlebbar.
Am 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei. Eintritt frei bis zum vollendeten 19. Lebensjahr.
Weitere Veranstaltungen an diesem Ort: Museum der bildenden Künste
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