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SUMMARY:Die verschwiegenen Toten – Podiumsgespräch zur Ausstellungseröffnung
LOCATION:Stadtgeschichtliches Museum Leipzig - Haus Böttchergäßchen
DESCRIPTION:Rechte Gewalt ist kein Randphänomen. Rassistische Angriffe in Solingen\, Mölln\, Rostock-Lichtenhagen\, Hoyerswerda oder auch Leipzig-Grünau in den 1990er Jahren erinnern hieran. In der jüngeren Geschichte haben insbesondere die NSU-Morde sowie die rechtsterroristischen Anschläge in Hanau und Halle Aufmerksamkeit erfahren. In Deutschland werden von verschiedenen Initiativen seit 1990 mindestens 224 Todesopfer rechter Gewalt aufgeführt – in Leipzig sind es seitdem neun Todesopfer und ein Verdachtsfall. Rechte Morde sind kein zufälliges Verbrechen. Sie sind die Folge menschenfeindlicher Ansichten\, in deren Rahmen Personen aufgrund ihrer Herkunft\, Hautfarbe\, sexuellen Orientierung oder sozialen Lage abwertet und entmenschlicht werden. Die Täter:innen handeln oft in einem Klima\, das Gewalttaten begünstigt und sogar relativiert. Die Ausstellung erzählt die Hintergründe der Taten in Leipzig\, von Vorurteilen gegen Betroffene oder Hinterbliebene und thematisiert\, wie die Fälle entpolitisiert und verharmlost wurden. Bei der Podiumsdiskussion am Dienstag\, den 15. September\, um 18 Uhr sprechen Vertreter:innen des Initiativkreises Antirassismus\, die die Ausstellung „Todesopfer rechter Gewalt in Leipzig“ 2013 erarbeitet haben\, und jene\, die sie heute überarbeitet haben\, über rechte Gewalt in Leipzig seit 1990 und Praxen des politischen Gedenkens. Die Ausstellung ist vom 16. September bis 31. Oktober 2026 dienstags bis sonntags jeweils 10 bis 18 Uhr im Alten Rathaus des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig kostenfrei zu besichtigen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Initiativkreises Antirassismus\, »Rassismus tötet!» - Leipzig und dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig.Eintritt: kostenfreiVoranmeldung erwünscht stadtmuseum@leipzig.de oder 0341.9651340\n\nWeitere Informationen: https://www.leipzig-im.de/veranstaltung/229180/die-verschwiegenen-toten
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