Diese Veranstaltung ist bereits vorbei.

Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 29.01.2022
Uhrzeit:
14:00 Uhr - 15:00 Uhr
Rubrik:

Verboten und verbrannt: Zensurfälle in der Buchgeschichte

Mit der Erfindung des Buchdrucks entwickelten sich vielfältige Formen der Kontrolle und Reglementierung der Literatur. Sowohl staatliche als auch kirchliche Institutionen bemühten sich im Interesse des Machterhalts immer wieder, Einfluss auf die Autor*innen, die Buchhersteller*innen, die Bibliothekar*innen und Leser*innen zu nehmen, um unliebsame Schriften der Rezeption zu entziehen.

Per Gesetz konnten Druckereien geschlossen, Verleger*innen mit empfindlichen Geldbußen belegt, Buchhändler*innen zum Tode verurteilt und Bücher verbrannt werden. Über Jahrhunderte wurden Listen verbotener Bücher geführt, die bekannteste ist der Index der katholischen Kirche, der Regale füllend Zeugnis darüber ablegt.

Bis in die heutige Zeit greifen staatliche und geistliche Institutionen in den Kommunikationsprozess ein. Der Kampf um Meinungs- und Pressefreiheit wird bis in die Gegenwart und damit über das Gedruckte hinaus im Universalmedium Internet weitergeführt.

Eintritt frei, Treffpunkt Museumsfoyer
Keine Anmeldung erforderlich. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt.

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung: »Zeichen - Bücher - Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode«

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Informationen zum Veranstaltungsort

Foto: Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Foto: Deutsches Buch- und Schriftmuseum
  • Deutsches Buch- und Schriftmuseum
  • der Deutschen Nationalbibliothek
  • Deutscher Platz 1
  • 04103 Leipzig
  • Telefon: +49 (0)341 2271324
  • Telefax: 0341 2271240
  • Internet: www.dnb.de
  • E-Mail: dbsm-info@dnb.de
  • Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Feiertage (außer Mo) 10-18 Uhr, Eintritt frei

Hinweis: Bitte erkundigen Sie sich vor dem Besuch auf der Webseite des Veranstaltungsortes über die derzeit geltenden Bestimmungen zum Schutz vor Covid-19 hinsichtlich Zugang, Hygiene und Abstände.

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Die Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek mit über einer Million Objekten erlauben in ihrer außergewöhnlichen Heterogenität eine interdisziplinäre Herangehensweise an buch- und schriftwissenschaftliche Fragestellungen im kultur-, medien-und kommunikationsgeschichtlichen Kontext.

Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek – 1884 als Deutsches Buchgewerbemuseum in Leipzig gegründet – ist das weltweit älteste und nach Umfang und Qualität der Bestände eines der bedeutendsten Museen auf dem Gebiet der Buchkultur. Der Standort Leipzig war für die Ansiedlung eines Buchmuseums am Ende des 19. Jahrhunderts kein Zufall. Leipzig hatte durch seine herausragenden Leistungen und Innovationen auf dem Gebiet der Buch- und Druckkunst – wie der Herausgabe der ersten Tageszeitung der Welt (1650), der Entwicklung des beweglichen Notensatzes und der jahrhundertealten Tradition der Leipziger Buchmesse – ein unverwechselbares historisches Profil als Buchstadt.

Weitere Veranstaltungen unter der Rubrik: Führung