Veranstaltungsdetails

Datum:
Freitag, 15.11.2019 bis Sonntag, 16.02.2020
Rubrik:

Zauberbücher. Die Leipziger Magica-Sammlung im Schatten der Frühaufklärung

Im Jahr 1710 wurde in Leipzig eine Sammlung von 140 magischen Handschriften für die immense Summe von 4.000 Reichstalern zum Verkauf angeboten. Heute beherbergt die UB Leipzig die „Magica-Sammlung“ als eine einzigartige Kollektion von Manuskripten zu den Themen Magie, Zauber, Alchemie, Hermetik, Kabbala und Astrologie. Es ist die größte einschlägige Textsammlung in einer öffentlichen Bibliothek in Europa, die einen einmaligen Blick in die Welt magischer Rituale erlaubt. 

Bereits seit 2011 digital präsentiert, steckt die wissenschaftliche Erforschung der weitgehend unedierten Sammlung noch in den Anfängen. Die Ausstellung möchte dies ändern und unternimmt einen Schritt zur historischen Verortung der Schriften im Leipzig des 18. Jahrhunderts. Im Spannungsfeld von Frühaufklärung und Faszination des Geheimnisvollen zeigt sich die Bedeutung der Texte als Formen „magischer“ Welterklärung. Träger dieser Magie war dabei nicht eine ländlich-bäuerliche, sondern eine gebildete und bürgerliche Stadtbevölkerung. Magia naturalis, Beschwörungen von Engeln und Astralgeistern, Wahrsagetechniken und „Höllenzwänge“ sind in zahlreichen Beispielen, oft mit faszinierenden Illustrationen, vertreten. Die Ausstellung verfolgt die Traditionslinien hinter den Zaubertexten, die in ihrem kulturellen Umfeld und mit vielen Beispielen vorgestellt werden.

  • Internet: ub.uni-leipzig.de/zauberbuecher
  • Zauberbücher. Die Leipziger Magica-Sammlung im Schatten der Frühaufklärung
    Zauberbücher. Die Leipziger Magica-Sammlung im Schatten der Frühaufklärung

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    Universitätsbibliothek Bibliotheka Albertina, Foto: Andreas Schmidt, leipzig.travel
    Universitätsbibliothek Bibliotheka Albertina, Foto: Andreas Schmidt, leipzig.travel

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    Die Universitätsbibliohtek wurde 1543 gegründet. Sie entstand im Zuge der Auflösung des Dominikanerklosters St. Pauli, dessen Grundbesitz und Immobilien 1543 durch eine Schenkung des Herzogs Moritz von Sachsen an die Universität Leipzig fielen. Im Mittelpaulinum, einem der ehemaligen Klostergebäude, wurden die Bücher mehrerer Klöster zusammengeführt und bildeten die Grundlage der Bibliothek. Aufgrund permanenter Neuanschaffungen durch Sammler, Spenden und Ankäufe fehlte alsbald der Platz für die Bestände. Somit wurde nach den Entwürfen von Arwed Rossbach am 2. Januar 1891 die Bibliotheca Albertina eingeweiht. Benannt nach dem Landesherrn König Albert von Sachsen ist das Gebäude heute noch unter dem Namen Bibliotheca Albertina bekannt. Heute wird die Bibliotheca Albertina als geisteswissenschaftliche Zentralbibliothek und Archivbibliothek der Universität Leipzig genutzt.