Veranstaltungsdetails

Ort:
HMT Grassistr. 8 | GroĂźer Saal
Datum:
Uhrzeit:
19:30 Uhr
Rubrik:

BEETHOVEN cello and piano MOST COMPLETE

Prof. Peter Bruns – Violoncello, Annegret Bruns – Klavier

Ludwig van Beethoven (1770-1827):
Sonate Es-Dur op. 64 (nach Streichtrio op. 3)
Variationen G-Dur WoO 45
Sonate A-Dur op. 69

Zum Anlass des Beethoven-Jahres 2020 das komplette Œuvre Beethovens für Violoncello und Klavier aufzuführen bzw. einzuspielen, wäre nichts Außergewöhnliches. Unzählige Komplettaufnahmen gibt es mit den fünf Sonaten und drei Variationszyklen, welche über sämtliche Schaffensperioden verteilt komponiert wurden. 

Die beiden frühen Sonaten op. 5 sind äußerst brillante und charaktervolle Werke, in denen das Cello bereits ungewöhnlich anspruchsvoll behandelt wird. Mit der Sonate A-Dur op. 69 haben wir ein Werk, welches das große Können des reifen Meisters zeigt, die Vereinigung von Schönheit und Dramatik, von Lyrik und Virtuosität, die Ausgewogenheit der Formen. Schließlich sind da die beiden späten Sonaten op. 102 – sehr komprimierte und eigenwillige Werke, die den Altersstil Beethovens einläuten. Und nicht zu vergessen sind die wunderbaren Variations-Zyklen WoO 45, 46 und op. 66 über Themen von Händel und Mozarts „Zauberflöte“, die mannigfaltige Einfälle, brillanteste Darstellung verschiedener Charaktere und eine ungewohnte Leichtigkeit und Durchsichtigkeit der Tonsprache bieten. Also „COMPLETE“.

Bei der Vorbereitung des Projektes stellte sich überraschend heraus, dass Beethovens Umfeld  – und offensichtlich auch er selbst – großes Interesse dafür zeigte, das Violoncello noch reicher zu bedenken als ohnehin schon in seinen Sonaten, Klaviertrios, Quartetten und im Tripelkonzert.  Im Juli 2019 erklang in der HMT bereits die hervorragende „Kreutzer-Sonate“ op. 49, original für Violine und Klavier, in einer Bearbeitung für Violoncello von Carl Czerny, dem Schüler und Freund Beethovens.
Als op. 64 fand sich eine Bearbeitung seines Streichtrios Es-Dur op. 3. Inwieweit Beethoven an diese Version für Violoncello und Klavier selbst Hand anlegte, ist nicht nachweisbar. In jedem Falle zeigt die eigene Opus-Nummer sein Einverständnis, ja sogar einen gewissen Stolz. Zudem findet man in den ersten Sätzen seines Manuskripts zum Streichtrio teilweise ein vierte Notenzeile mit Klavierbass-Notationen.
Dann ist da die „Horn“-Sonate op. 17, die schon bei der Erstveröffentlichung eine Cellostimme beiliegen hatte und deren Part von Beethoven selbst transkribiert worden war. Diese kurzweilige und den unbeschwerten Beethoven zeigende Sonate wird heute selten auf dem Cello vorgetragen, obwohl Carl Czerny in seiner Schrift „Über den richtigen Vortrag der sämtlichen Beethoven’schen Klavierwerke“ von sechs (!) Sonaten für Violoncello spricht, inklusive dieser „Horn“-Sonate.

Also Beethoven „MOST COMPLETE“.

Die CD-Aufnahmen dieses Konzertes erfolgen für das Label Rondeau gemeinsam mit Deutschlandradio (Deutschlandfunk) Kultur und sind an diesen Abenden öffentlich zugänglich. Aufnahmebeginn war zum Ende der letzten Spielzeit im Juli 2019, ebenfalls im Großen Saal der HMT.

Karten zu 7,50 €, ermäßigt 5,50 €, HMT-Studierende 2,50 € unter Tel. 0341/2144-615 (Mo-Fr 13-15 Uhr)

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