Veranstaltungsdetails

Ort:
Datum:
Samstag, 07.09.2019 bis Samstag, 07.12.2019
Rubrik:

»Die Enden der Freiheit«

Gruppenausstellung internationaler Künstler*innen

Ein Backlash des Autoritären hat die Demokratien erwischt. Recep Tayyip Erdogan ist seit 2003 der starke Mann in der Türkei, die er erfolgreich in eine auf ihn ausgerichtete Präsidialdemokratie umbaute. Der Ministerpräsident in Ungarn, Viktor Orbán, schuf eine illiberale Demokratie nach dem Modell Putin. Und der amerikanische Milliardär, Donald Trump, führt seit 2017 mit rassistischer Rhetorik und politischen Entgleisungen das mächtigste Amt der Welt. Die Basisfinnen, die Schwedendemokraten, die 5-Sterne-Bewegung Italiens, die Alternative für Deutschland oder die Nationale Sammlungsbewegung in Frankreich drehten den politischen Diskurs in Europa nach rechts, feiern Wahlerfolge und beteiligen sich an Regierungskoalitionen.

Beim neuen Populismus handelt es sich um eine Antipolitik, die auf Spaltung aus ist. Ausgrenzender Spott, Provokation, Political Incorrectness sind die Waffen dieser Bewegung. Kunst und Kultur selbst sind in diesen Strudel geraten und wieder zum Streitfall geworden.

Welchen politischen und künstlerischen Einschränkungen sehen sich Kunstschaffende ausgesetzt? Wie und mit wem solidarisieren sich Künstlerinnen und Künstler und wer mit ihnen? Welche Rezepte, die eigene Handlungsmacht zurückzugewinnen, kann Kunst bieten?

Die Ausstellung »Die Enden der Freiheit« stellt internationale Künstlerinnen, Künstler und Gruppen vor, die sich gegen neue Zumutungen in ihren Ländern stemmen, auf die Straße gehen, sich am gesellschaftlichen Aushandlungsprozess beteiligen, auf Gefahren hinweisen und ihrerseits provozieren.

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Als nicht-kommerzielles Kunstzentrum ist die HALLE 14 Schauplatz, Denkraum und Kommunikationsort für zeitgenössische Kunst. Sie agiert seit 2002 in einem denkmalgeschützten Industriebau auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. Mit der Intention eines »Luxus derLeere« vor Augen hat die Initiative von Kunstenthusiasten in den großzügigen Gründerzeithallen einzigartige Räume geschaffen. Ein multifunktionales Besucherzentrum mit einer umfangreichen Kunstbibliothek bietet 600 m² Raum zum Informieren, Lesen und Verweilen. Eine 2.400 m² große Ausstellungshalle steht als Präsentationsfläche für internationale Gruppenausstellungen zeitgenössischer Kunst zur Verfügung. Im großzügigen Kunstvermittlungsraum finden regelmäßig Kurse, Workshops und Schulprojekte statt. Hinzu kommen 16 Ateliers für internationale und in Leipzig lebende Künstler sowie sieben Werkstätten. Die Spinnerei als dichtes Kunstsoziotop mit über einem Dutzend Galerien und Projekträumen, 130 Künstlerstudios und verschiedene Kreativbüros, einem Kino, Café u.v.m. bildet gemeinsam mit den zahllosen Off-Spaces in den umliegenden Stadtvierteln ein bereicherndes Umfeld.