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Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 23.03.2019
Uhrzeit:
18:00 Uhr

Clara19: Schumanns Salon zur Buchmesse Leipzig

Beatrix Borchard: Clara Schumann. Neue Quellen – Andere Schreibweisen

Durch die Schumann-Briefausgabe ist bisher unbekanntes Quellenmaterial erschlossen worden, das einen neuen Blick auf das familiäre, künstlerische und soziale Netz erlaubt, das sich Clara Schumann im Laufe ihrer einzigartigen Karriere aufgebaut hat: Dafür stehen ihre weitgehend unbekannte Mutter, Marianne Bargiel, ihr künstlerischer Partner, Joseph Joachim, die Familie Mendelssohn, Kinder und Schülerinnen. Aus dem neuen Wissen erwachsen Konsequenzen für die Darstellung der Biographie und der künstlerischen Arbeit Clara Schumanns. Die Autorin Professor Dr. Beatrix Borchard, musikwissenschaftliche Autorin, ist eine der führenden Clara Schumann-Forscherinnen

Gerd Nauhaus, Nancy B. Reich (Hrsg.): Clara Schumann – Jugendtagebücher 1827-1840


Die Kindheits- und Jugendtagebücher von Clara Schumann erscheinen erstmals vollständig und kommentiert. Anfangs stellvertretend vom Vater, dem Klavierpädagogen Friedrich Wieck, geführt, werden die Tagebücher später von der Achtzehnjährigen selbst verfasst. Da hat sich längst die Liebesbeziehung zu Robert Schumann entwickelt, die nach schweren Konflikten mit Wieck 1840 zur Hochzeit führt. Prägnant und oft amüsant werden die Konzertreisen der jungen Pianistin geschildert: Städte, Konzertsäle, Instrumente, Kollegen, Konkurrenten und natürlich Claras Erfolge bilden ein höchst reizvolles historisches Panorama. Herausgeber sind der Schumann-Forscher Gerd Nauhaus (Zwickau), der bereits Schumanns Tage- und Haushaltbücher edierte, und die renommierte Clara Schumann-Biographin Nancy B. Reich (New York).
Musik: Gudrun Franke, Klavier

Eintritt frei

Veranstaltung im Rahmen von: Leipziger Buchmesse

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Informationen zum Veranstaltungsort

Schumann-Haus, Saal und Nebenraum, Foto: Matthias Knoch
Schumann-Haus, Saal und Nebenraum, Foto: Matthias Knoch

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Eintritt: 5,00/3,50 EUR (erm.); Jugendliche bis 16 Jahre frei

Das Schumann-Haus Leipzig ist die erste gemeinsame Adresse des Ehepaares Robert und Clara Schumann. Hier bezogen sie einen Tag nach ihrer Hochzeit am 12. September 1840 eine Wohnung in der ersten Etage des Hauses und verlebten bis zu ihrem Umzug nach Dresden am 13. Dezember 1844 eine glückliche und schaffensreiche Zeit. Robert Schumann schrieb einige seiner bekanntesten Stücke, etwa den 1. Satz seines Klavierkonzerts und die „Frühlingssinfonie“. Die Pianistin Clara Schumann wendete sich ebenfalls verstärkt dem Komponieren zu und veröffentlichte, unterstützt von ihrem Mann, mehrere herausragende Werke. Die ersten beiden Kinder des Paares, Marie und Elise, wurden ebenfalls im Haus Inselstraße 5 (jetzt Nr. 18) geboren.

Heute ist das Haus im Besitz der Rahn Dittrich Group, die hier die Freie Grundschule „Clara Schumann“ mit musisch-künstlerischem Schwerpunkt betreibt. In den Räumen der ehemaligen Schumann-Wohnung befindet sich seit 2001 eine Dauerausstellung zum Leben und Wirken des Paares in Leipzig, die 2008/09 in Vorbereitung des Jubiläumsjahres überarbeitet und erweitert wurde. Prunkstück des Hauses ist der originalgetreu restaurierte Salon, in dem die Schumanns Soireen mit bis zu 20 Personen veranstalteten. Hier finden regelmäßig Konzerte und Lesungen statt.