Veranstaltungsdetails

Datum:
Montag, 14.01.2019 bis Sonntag, 03.03.2019
Rubrik:

»Buchkultur in Miniatur. Deutsche Exlibriskunst um 1900«

Kabinettausstellung

Ab dem 14. Januar 2019 präsentiert die Universitätsbibliothek (UB) Leipzig in der neuen Kabinettausstellung „Buchkultur in Miniatur. Exlibriskünstler um 1900“ Stücke aus ihrer Exlibris-Sammlung. Gezeigt wird ein Querschnitt durch verschiedene Stilrichtungen der Exlibriskunst um die Jahrhundertwende. Die Ausstellung läuft bis 3. März und kann täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Vom 14. Januar bis 3. März 2019 werden in der Bibliotheca Albertina Exlibris von fünf ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt. Die Kabinettausstellung zeigt ausgewählte Werke, darunter von Mathilde Ade (1877–1953), die ab 1895 als Karikaturistin und Illustratorin für verschiedene Zeitschriften tätig war. Ihre Exlibris nutzte sie als Möglichkeit zur humoristischen Zeichnung. 

Bei Exlibris handelt es sich um in Büchern eingeklebte Zettel oder Stempel zur Kennzeichnung des Eigentümers. Die Exlibris-Sammlung der UB Leipzig umfasst rund 5.000 solcher Buchbesitzzeichen. Sie setzt sich aus verschiedenen, meist privaten Sammlungen zusammen, die der Bibliothek geschenkt oder vermacht wurden. Die mit Kunstinteresse angelegten Sammlungen enthalten vor allem Stücke aus der Zeit um 1900, als sich die Exlibris-Kunst als eigenständiges Genre der grafischen Kleinkunst etablierte. 

Die Ausstellungen der UB Leipzig können täglich von 10 bis 18 Uhr in der Bibliotheca Albertina besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Exlibris für Grete Fielitz. In vielen ihrer Exlibris verwendet Ade das Objekt Buch in ungewöhnlichen Zusammenhängen, hier als Ersatz für die Berghöhle in der Sage vom Hamelner Rattenfänger., Bild © Universitätsbibliothek Leipzig
Exlibris für Grete Fielitz. In vielen ihrer Exlibris verwendet Ade das Objekt Buch in ungewöhnlichen Zusammenhängen, hier als Ersatz für die Berghöhle in der Sage vom Hamelner Rattenfänger., Bild © Universitätsbibliothek Leipzig
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Informationen zum Veranstaltungsort

Universitätsbibliothek Bibliotheka Albertina, Foto: Andreas Schmidt, leipzig.travel
Universitätsbibliothek Bibliotheka Albertina, Foto: Andreas Schmidt, leipzig.travel

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Die Universitätsbibliohtek wurde 1543 gegründet. Sie entstand im Zuge der Auflösung des Dominikanerklosters St. Pauli, dessen Grundbesitz und Immobilien 1543 durch eine Schenkung des Herzogs Moritz von Sachsen an die Universität Leipzig fielen. Im Mittelpaulinum, einem der ehemaligen Klostergebäude, wurden die Bücher mehrerer Klöster zusammengeführt und bildeten die Grundlage der Bibliothek. Aufgrund permanenter Neuanschaffungen durch Sammler, Spenden und Ankäufe fehlte alsbald der Platz für die Bestände. Somit wurde nach den Entwürfen von Arwed Rossbach am 2. Januar 1891 die Bibliotheca Albertina eingeweiht. Benannt nach dem Landesherrn König Albert von Sachsen ist das Gebäude heute noch unter dem Namen Bibliotheca Albertina bekannt. Heute wird die Bibliotheca Albertina als geisteswissenschaftliche Zentralbibliothek und Archivbibliothek der Universität Leipzig genutzt.