Veranstaltungsdetails

Datum:
Sonntag, 30.06.2019 bis Sonntag, 27.10.2019
Rubrik:

Druckkunst 1919. Das Bauhaus und seine Vorl├Ąufer im grafischen Gewerbe

Die Ausstellung richtet ihren Blick auf die deutsche Gebrauchsgrafik im Jahr 1919, als die Weimarer Republik entstand, sich die Wirtschaft in Deutschland langsam erholte und in Weimar das Bauhaus gegründet wurde. In dieser Zeit des Aufbruchs knüpfte man zum einen an den Status quo von 1914 an, zum anderen versuchten viele Unternehmen, in der Reklamegestaltung neue Wege zu gehen.

Anhand von Plakaten, Zeitschriften, Reklamemarken, Fotografien und Schriften macht die Schau in vier Themenbereichen sichtbar, wie mühsam, aber auch innovativ der Weg zum modernen Grafikdesign in Deutschland war. Mit dem Fokus auf das Jahr 1919 wird sowohl die Gleichzeitigkeit verschiedener Stilrichtungen, als auch der Beitrag des grafischen Gewerbes als Motor für die Moderne sichtbar.

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Informationen zum Veranstaltungsort

Blick in das Museum f├╝r Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag
Blick in das Museum f├╝r Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag

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Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Zwischen Technik und Kunst“ rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine Werkstatt für Holzstich sowie Musiknotendruck. Eine in Deutschland einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln zählt rund 4.000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft.

Besonderheit
Nur in Leipzig und Kyoto (Japan) wird das aufwenige Handwerk des Lichtdrucks noch gepflegt. Das Lichtdruckverfahren wurde von den Pionieren der Fotografie ab 1850 entwickelt. Hauptsächlich für Faksimiles genutzt, besitzen Lichtdrucke augenscheinlich den ganzen Reichtum ihres Originals, sind von diesen aber kaum zu unterscheiden. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung kennzeichnen das aufwändige Handwerk.

Ansässig ist das Museum in der Nonnenstraße 38 im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einer Vierflügel-Anlage mit einer rund 100jährigen Tradition als Druckwerkstatt. Die Fassade des Gebäudes zur Nonnenstraße wurde 1922/23 vom Architekten Edgar Röhrig umgestaltet und heute eine der seltenen Beispiele des Art Déco im Leipziger Stadtbild.