Veranstaltungsdetails

Datum:
Donnerstag, 04.04.2019 bis Sonntag, 07.07.2019
Rubrik:

YOKO ONO. Peace is Power

Ein zentrales Thema im Leben, Denken und Schaffen der japanisch-amerikanischen Künstlerin Yoko Ono (*1933) ist das Kräfteverhältnis zwischen Krieg und Frieden. Mit „PEACE is POWER“ zeigt die Künstlerin fünf Jahre nach ihrer Retrospektive in der Schirn Kunsthalle Frankfurt im MdbK ihre bislang umfangreichste Werkschau in Deutschland.

Yoko Ono ist eine der einflussreichsten und gleichzeitig umstrittensten Künstlerinnen unserer Zeit. Sie gilt als Pionierin von künstlerischer Performance und Konzeptkunst sowie als eine der herausragenden Wegbereiterinnen der US-amerikanischen Fluxus-Bewegung. Schon 1961 zeigte sie in einer Ausstellung statt Bildern und Objekten ausschließlich Anleitungen. Diesen „Instructions“ kommt ein besonderer Stellenwert in der Leipziger Ausstellung zu, auch weil sie nach wie vor der künstlerischen Haltung Yoko Onos entsprechen: „Wenn man die Anleitung liest, erhält man schon eine Vorstellung des Bildes, also warum noch ein Bild produzieren?“

Eine ‚Anleitung‘ für ihr eigenes Leben ist undenkbar. Yoko Onos japanische Wurzeln, die Prägung in den 60er Jahren in New York und ihr späteres Leben in London – ein Leben zwischen fernöstlicher Tradition, amerikanischem Freiheitsstreben und Commonwealth; mehr Diversität ist fast undenkbar. Diesem reichen Erfahrungsschatz haben Yoko Onos Arbeiten ihre Sensibilität, Klarheit und Tiefe zu verdanken – ohne Rebellion und Kritik auszugrenzen. Denn ihre Wertschätzung des Lebens ist existentiell. Ihr Glaube an die Kraft des menschlichen Geistes, der die Welt verändern kann, scheint unzerstörbar. Und ihre Überzeugung, dass alles im Universum miteinander verbunden ist, beeinflusst ihr Leben ebenso wie ihre Kunst, in der sie kontinuierlich die natürlichen Elemente wie Luft, Wasser, Erde und Feuer zitiert. Yoko Ono ignoriert Grenzen und setzt neue Maßstäbe in Bezug auf unser Leben und unseren Blick auf die Kunst – und macht die Utopie von einer besseren Welt denkbar.

Yoko Ono hat sich im Laufe ihres Schaffens in unterschiedlichen Medien artikuliert. Ihre künstlerischen Anliegen hat sie in Installationen, Filmen, Fluxus-Arbeiten, Performances und, sehr selten gezeigten, Zeichnungen verarbeitet. Zentrale Werke aus diesen Gattungen sind in PEACE is POWER zu sehen. Die rund 70 gezeigten Arbeiten und Werkreihen in Leipzig hat die Künstlerin gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund und Kurator Jon Hendricks sowie dem Museumsdirektor Alfred Weidinger ausgewählt.

Yoko Ono. Portrait
Yoko Ono. Portrait
Yoko Ono, Ex It, 1997/2019, MdbK Leipzig, © Yoko Ono, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Yoko Ono, Ex It, 1997/2019, MdbK Leipzig, © Yoko Ono, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Yoko Ono, Helmets/Pieces of Sky, 2001/2019, MdbK Leipzig © Yoko Ono, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
Yoko Ono, Helmets/Pieces of Sky, 2001/2019, MdbK Leipzig © Yoko Ono, Foto: Alexander Schmidt/PUNCTUM
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Informationen zum Veranstaltungsort

Museum der bildenden Künste Leipzig, © PUNCTUM, Alexander Schmidt
Museum der bildenden Künste Leipzig, © PUNCTUM, Alexander Schmidt
  • Museum der bildenden Künste
  • Katharinenstraße 10
  • 04109 Leipzig
  • Telefon: +49 (0)341 216990
  • Telefax: 0341 21699999
  • Internet: www.mdbk.de
  • E-Mail: mdbk@leipzig.de
  • Di/Do-So 10-18 Uhr; Mi 12-20 Uhr, Feiertage 10-18 Uhr

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Um 1858 haben Leipziger Kaufleute, Verleger, Händler und Bankiers das Museum der bildenden Künste Leipzig gegründet. Seitdem sind zahlreiche Sammler ihrem Beispiel gefolgt und haben das Museum mit Schenkungen und Stiftungen bedacht. Ihre private Leidenschaft und ihr persönlicher Blick sind beim Rundgang durch die Sammlung stets gegenwärtig.

Bereits von außen sichtbar sind die Höfe und Terrassen, die das Museum zur Stadt hin öffnen und das Prinzip der Leipziger Passagen aufgreifen. Einmalig ist die Weite im Inneren, besonders in Verbindung mit den vielfältigen Sichtachsen und den Aussichten auf die Stadtlandschaft. Die Materialien Glas, Sichtbeton, Muschelkalk und Eichenholz dominieren den Innenraum und verleihen ihm atmosphärische Vielfalt.

Die Präsentation zeitgenössischer Werke und raumbezogener Installationen auf den Terrassen, in den Höfen und Treppenhäusern macht die Begegnung von Kunst und Architektur in besonderer Weise erlebbar.

Am 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei. Eintritt frei bis zum vollendeten 19. Lebensjahr.