Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 07.03.2026 bis Sonntag, 03.05.2026
Rubrik:
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Ostereier aus aller Welt

Ab dem 07.03.2026 ist im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz eine neue Sonderausstellung zu sehen. „Ostereier aus aller Welt“ – so heißt die Ausstellung, in der Marita Pesenecker aus Grimma bis zum 03.05.2026 einen Teil ihrer umfangreichen Privatsammlung zeigt. Dabei stehen das Osterei und seine Symbolik in unterschiedlichen Kulturen sowie volkskundliche Gegenstände zur Passionsgeschichte im Mittelpunkt.

Die Kulturgeschichte des Osterfestes ist reichhaltig und spiegelt verschiedene Traditionen und Bräuche wider. Ursprünglich war Ostern im Frühling ein Fest, das die Wiederkehr des Lebens und des Lichts nach dem Winter symbolisierte. Mit der Christianisierung integrierte die Kirche bestehende Frühlingsbräuche in die Osterfeierlichkeiten. Im Laufe der Zeit entwickelten sich regionale Bräuche, die die Vielfalt der Osterfeierlichkeiten in verschiedenen Kulturen zum Ausdruck bringen. Die ausgestellten ovalen Kunstwerke stammen aus vielen Ländern der Welt. So unterschiedlich die Herkunft, so verschieden sind auch die verwendeten Materialien. Neben dem Hühner-, Gänse- und Straußenei sind auch Werkstoffe wie Holz, Stein, Glas, Metall und Pappmaché vertreten.

Ein sehr alter Brauch ist in vielen Kulturen das Färben und Bemalen von Eiern, wobei die Gestaltung mit Farben und Ornamenten von vielfältigen Riten und Vorstellungen der einzelnen Völker geprägt wird. Bekannt sind die farbenfrohen Eier der Sorben, die Glück, Gesundheit und Wohlergehen symbolisieren sollen. Aus den Regionen der Lausitz und Hessen werden Eier mit traditionellen Motiven in den verschiedenen Gestaltungstechniken wie Wachsbatik, Kratz-, Bossier- oder Ätztechnik vorgestellt. Eine Besonderheit sind Eier aus Ungarn, die mit winzigen Hufeisen und Hufnägeln beschlagen wurden.
Neben einer großen Anzahl von kunstvoll verzierten Eiern zeigt die Präsentation auch volkskundliche Gegenstände zur Passionsgeschichte. Ist das Eierverschenken ein uralter Brauch, so ist das Aufstellen von Passionskrippen eine relativ junge Erscheinung. Der Brauch der Fasten- und Osterkrippen hat gegen Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Verbreitung gefunden. Zuerst nur in den Kirchen und Klöstern zu sehen, fand er ab dem späten 18. Jahrhundert den Weg in die Häuser und Wohnungen der Menschen.

Die dargestellten Szenen sind stets lebendig, ergreifend und vor allem aber auch erzählerisch. Bis heute setzen sich die Menschen in den verschiedenen Ländern der Erde künstlerisch mit der Passionsgeschichte auseinander. Man holt die Geschichte sozusagen ins eigene Land, ins eigene Dorf, zu sich ins eigene Haus. Eine kleine Auswahl des volkskünstlerischen Schaffens wird in der Ausstellung präsentiert.

Am 21.03.2026 laden das Museum und die Sammlerin Marita Pesenecker ab 14 Uhr zu einer Sonderführung in die Ausstellung „Ostereier aus aller Welt“ ein. Alle Interessierten sind dazu herzlich willkommen!

Öffnungszeiten:
Di.–Do.: 10–12.30 Uhr & 13.00–17.00 Uhr
Fr. – So. & Feiertage: 13.30–17.00 Uhr

Foto: M. Pesenecker
Foto: M. Pesenecker

Alle Angaben ohne Gewähr. Die Eingabe der Veranstaltungen erfolgt mit großer Sorgfalt. Dennoch kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Bitte schauen Sie ggf. auch auf die Seite des Veranstalters/Veranstaltungsortes.

Ausstellungsort

Stadt- und Waagenmuseum Oschatz, Foto: leipzig-im.de
Stadt- und Waagenmuseum Oschatz, Foto: leipzig-im.de

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In den historischen Gebäuden der Rats- und Amtsfronfeste, welche direkt an die zum Teil noch gut erhaltene Altstadtmauer angrenzen, befindet sich das Stadt- und Waagenmuseum. Es lädt den Besucher ein, in den verschiedenen Ausstellungsbereichen interessante Eindrücke von der jahrhundertealten Geschichte der Stadt Oschatz zu gewinnen.

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Internationales Festival für Vokalmusik »a cappella« Leipzig

Nach seinem erfolgreichen Silberjubiläum schaut das Internationale Festival für Vokalmusik „a cappella“ Leipzig neuen Ufern und Klängen entgegen – vom 1. bis 9. Mai 2026 findet die inzwischen 26. Ausgabe des Vokalmusikfestivals statt. Mit vielen neuen Gästen und Facetten werden 11 Konzerte bestritten und der Internationale „a cappella“ Wettbewerb Leipzig geht in seine 26. Runde. Zudem erwartet das Publikum ein Vortrag und eine Open Stage an der Leipziger Oper. Der etablierte a cappella Wettbewerb wird in diesem Jahr pausieren. Stattdessen entsteht die „a cappella Academy“ als ein intensives Arbeits- und Begegnungsformat für junge A-cappella-Ensembles. Zu den „a cappella“-Gästen 2026 gehören unter anderem die Vocal-Jazz-Pionere New York Voices. Die US-amerikanische Gruppe beendet Mitte nächsten Jahres ihre Laufbahn, sodass ihr Auftritt bei „a cappella“ in Leipzig eine der letzten Gelegenheiten ist, sie hierzulande live zu erleben. Zum Festivalaufgebot gehören zudem zwei erfahrene Gruppen aus dem Bereich Alte Musik: Die Briten I Fagiolini bringen zu ihrem 40. Ensemblegeburtstag ein „Best Of“ ihres Repertoires mit La Grande Chapelle aus Spanien präsentieren Schätze der spanischen Vokalmusik der Renaissance von Tomás Luis de Victoria. Mit dem rein weiblichen Nairyan Ensemble gibt es traditionelle Gesangskunst aus Armenien und mit dem Ingenium Ensemble eines der führenden Vokalensembles aus Slowenien zu hören. Darüber hinaus wird die Vokalband anders aus Freiburg mit eingängigem A-cappella-Pop ein Abendkonzert sowie das traditionelle Familienkonzert des Festivals am Sonntagnachmittag bestreiten. Im Preisträgerkonzert des „a cappella“ Wettbewerbs sind The Bookmarks zu erleben, eine Gruppe aus Georgien, deren Mitglieder im Schnitt erst 16 Jahre alt sind. Das Eröffnungskonzert am 1. Mai bestreiten nach bewährter Art die Gastgeber und künstlerischen Leiter des Festivals, amarcord. Erstmals findet das Eröffnungskonzert von „a cappella“ dabei im Rahmen einer Kooperation in der Oper Leipzig statt: Anlässlich des „Lortzing“-Festivals der Oper im Frühjahr, beleuchten und besingen amarcord das vokalmusikalische Schaffen des Komponisten und Sängers Albert Lortzings sowie seiner Zeitgenossen der romantischen Ära wie Marschner oder Mendelssohn. Das Konzert in der Oper beginnt dabei – früher als die anderen Festivalkonzerte – bereits um 19:30 Uhr! Abgesehen vom Abschlusskonzert des Festivals, das traditionell mit den Beiträgen von gleich fünf Gruppen wie immer um 19 Uhr startet, beginnen alle anderen „a cappella“-Konzerte zur gewohnten Zeit um 20 Uhr.Am Tag nach dem Eröffnungskonzert, am 2. Mai, folgt übrigens gleich eine weitere Kooperation mit der Oper Leipzig: eine Open Stage für Chöre und Vokalensembles auf dem Augustusplatz, die von einem Biedermeier-Frühstück für die Stadt begleitet wird. Am 9. Mai endet das „a cappella“-Festival 2026 traditionell mit einem „a cappella Vortrag“ zur Stimme mit Prof. Dr. Michael Fuchs vom Universitätsklinikum Leipzig und dem großen Abschlusskonzert des Festivals im Großen Saal des Gewandhauses.

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