Veranstaltungsdetails

Datum:
Freitag, 08.02.2019 bis Sonntag, 28.04.2019
Rubrik:

Markus Lüpertz. Druckgrafiken

Mit Markus Lüpertz ist ab 8. Februar 2019 einer der bekanntesten deutschen Gegenwartskünstler mit einer Ausstellung zu Gast im Museum für Druckkunst Leipzig. In Kooperation mit der Galerie Breckner (Düsseldorf) zeigt die Schau ausgewählte Druckgrafiken in verschiedensten Techniken aus über drei Jahrzehnten.

Das druckgrafische Werk von Markus Lüpertz (*1941) wurde bisher selten in Deutschlandgezeigt. Mit der Schau werden nun erstmals Druckgrafiken Lüpertz‘ in Leipzig präsentiert. Insgesamt rund 80 Arbeiten, darunter auch aktuelle Werke aus dem Jahr 2018, sind zu sehen. Damit gewährt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die handwerkliche Kunstfertigkeit und die geheimnisvollen Bildwelten des deutschen Künstlers.

Markus Lüpertz ist vor allem bekannt für seine monumentalen Skulpturen sowie ausdrucksstarke Malerei. Seine Arbeiten sind in den wichtigsten Kunstsammlungen der Welt vertreten.

Doch bereits seit den 1980er Jahren entsteht ein umfangreiches grafisches Werk, in dem sich der Künstler gleich drei Techniken, dem Hoch-, Tief- und Flachdruck, widmet. Dabei stehen kleinformatige Radierungen neben monumentalen Holzschnitten, monochrome Stillleben neben farbenfrohen Kompositionen. Lüpertz überträgt seine ausdrucksvolle Bildsprache in die grafische Kunst und schafft so ein mehrere Jahrzehnte umfassendes Gesamtwerk.

Das Besondere an den Druckgrafiken Lüpertz‘ ist die motivische Vielfalt. Mensch und Natur sind wiederkehrende Themen, mit Verbindungen zur Antike und zur Renaissance, zur Literatur und Religion. Alle Themen werden in ikonischen Zyklen behandelt, die teils figurenreiche Szenen, teils mythologische Einzelfiguren, wie z.B. „Odysseus“ betrachten. In anderen Serien geht es um Landschaften oder Abstraktion, während der Zyklus „Michael Engel“ von Michelangelos Sixtinischer Kapelle inspiriert ist.

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Informationen zum Veranstaltungsort

Blick in das Museum für Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag
Blick in das Museum für Druckkunst, Foto: Klaus-D. Sonntag

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Als lebendiger Ort der Industriekultur zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig unter dem Thema „Zwischen Technik und Kunst“ rund 100 funktionierende Maschinen und Pressen für historische Guss-, Satz- und Drucktechniken. Durch die Kombination einer produzierenden Werkstatt und eines Museums ist es möglich, 500 Jahre Druckgeschichte hautnah zu erleben. Zur Sammlung gehören außerdem eine Handbuchbinderei, eine Werkstatt für Holzstich sowie Musiknotendruck. Eine in Deutschland einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln zählt rund 4.000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft.

Besonderheit
Nur in Leipzig und Kyoto (Japan) wird das aufwenige Handwerk des Lichtdrucks noch gepflegt. Das Lichtdruckverfahren wurde von den Pionieren der Fotografie ab 1850 entwickelt. Hauptsächlich für Faksimiles genutzt, besitzen Lichtdrucke augenscheinlich den ganzen Reichtum ihres Originals, sind von diesen aber kaum zu unterscheiden. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung kennzeichnen das aufwändige Handwerk.

Ansässig ist das Museum in der Nonnenstraße 38 im ehemaligen Industrieviertel Plagwitz in einer Vierflügel-Anlage mit einer rund 100jährigen Tradition als Druckwerkstatt. Die Fassade des Gebäudes zur Nonnenstraße wurde 1922/23 vom Architekten Edgar Röhrig umgestaltet und heute eine der seltenen Beispiele des Art Déco im Leipziger Stadtbild.