Veranstaltungsdetails

Datum:
Samstag, 23.03.2019 bis Sonntag, 23.06.2019
Rubrik:

»Aus der Eierbecherei …«

Hand auf`s Herz: so ein lecker weichgekochtes Frühstücksei auf dem morgendlichen Tisch lieben Viele. Doch ohne passenden Eierbecher wäre das Vergnügen nur halb so schön.

Schon in der römischen Antike benutzte man Eierbecher aus Silber, wie Funde aus Pompeji es belegen. Nach einigen Jahrhunderten gelangte der Eierbecher im Mittelalter an den europäischen Höfen zu neuem Glanz im wörtlichen Sinne. Reich verziert aus Gold und Silber stellten die Eierbecher einen Teil des Essgeschirres dar. Manufakturen und kleine und große Geschirrhersteller entwickelten in den Jahrhunderten eine schier unerschöpfliche Anzahl von Eierbechern, Eiertellern, Services und Menagen in den unterschiedlichsten Formen und Materialien. Besonders sogenannte Quereierbecher, in denen das weichgekochte Ei liegend oben geöffnet wurde und dessen Inhalt mit länglichen Stücken aus Brot ausgelöffelt wurde, verdienen Beachtung.

Christiane Hasenwinkel aus Döbeln hat sich dem Sammeln von Eierbechern verschrieben. In der Sonderausstellung zeigt sie einen Teil ihrer über 3.000 Stück zählenden Sammlung. Denn: Jeder Eierbecher hat eine kleine Geschichte, eine Vergangenheit und auch eine Zukunft. 

Eierbecher aus aller Herren Ländern, als Andenken oder Mitbringsel, fröhliche Kindereierbecher von einst und jetzt, Eierbecher mit Lüsterdekor, in Hasen- oder Blumenform und aus den unterschiedlichsten Materialien und Epochen sind da zu bestaunen. Nicht fehlen darf in der Ausstellung der Eierbecher aus DDR-Zeiten. Die typischen Kunststoffbecher erzählen neben anderen diversen Gebrauchsgegenständen aus dieser Zeit etwas zur damaligen Frühstückskultur.

Ob kunstvoll geschnitzt, mit einer Metalllegierung oder farbigem Porzellandekor versehen, als witzige Figur gestaltet oder klassisch in Weiß gehalten, ob Einzelstück oder Teil des heimischen Speiseservices - ein Eierbecher fehlt wohl auch in unserer Zeit in keinem Haushalt.

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In den historischen Gebäuden der Rats- und Amtsfronfeste, welche direkt an die zum Teil noch gut erhaltene Altstadtmauer angrenzen, befindet sich das Stadt- und Waagenmuseum. Es lädt den Besucher ein, in den verschiedenen Ausstellungsbereichen interessante Eindrücke von der jahrhundertealten Geschichte der Stadt Oschatz zu gewinnen.