Leipzigs Wissenschaftsshow »Circus of Science«
gastiert am 21. August zum zweiten Mal auf der Moritzbastei
Im Sommer geht’s nach draußen und das nimmt sich auch der »Circus of Science« zu Herzen: Am 21. August verlässt die Wissenschaftsshow zur 30. Ausgabe den Kupfersaal und zieht ums Eck – auf die Dachbühne der Moritzbastei. Die Open-Air-Show ist eine Kooperation der beiden Veranstaltungsstätten und war im vergangenen Jahr so schnell ausverkauft, dass die Wiederholung für 2026 direkt gesetzt war. Für Gastgeber und Experimente-Nerd Jack Pop ist das natürlich fantastisch, im Outdoor-Setting darf nämlich besonders heftig mit Chemikalien und Materialien gekleckert werden.
Zum Beispiel beim »Heronsball«, der ältesten Wärmekraftmaschine der Welt. Die wurde vor knapp 2000 Jahren erfunden, hatte damals aber keinen praktischen Nutzen und wurde vielmehr als Kuriosum angesehen. Genauso wie das moderne Update, das Jack Pop präsentiert: Seine »Heronsball«-Version wird mit flüssigem Stickstoff gefüllt, um damit einen Dampfantrieb zu erzeugen, der mit extrem hoher Drehzahl einen simplen Frucht-Smoothie herstellt. So geht Over-Engineering – natürlich mit anschließender Verkostung!
Experimente hat auch Jana Heysel aus Bonn im Gepäck: Die Physikerin zeigt einen Ausschnitt ihrer Science-Musical-Show »Auf Kurs?«, in der sie nicht nur spannende Live-Versuche rund um das Thema Klimawandel und Energiewende präsentiert, sondern auch Kostüm, Schauspiel und Gesang – und damit fundierte wissenschaftliche Inhalte mit künstlerischem Ausdruck verbindet. Als in Seenot geratene Menschheit nimmt sie das Publikum mit auf eine spannende Reise in unsere Energiezukunft und erklärt anschaulich, welche Auswirkungen der Klimawandel hat und wie wir die Energieversorgung der Zukunft nachhaltig gestalten können.
Weil aller guten Dinge drei sind, gibt es auch bei Detlef Reichert jede Menge Live-Demonstrationen. Der Physik-Professor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kennt sich mit Experimenten und anschaulichen Erklärungen nämlich bestens aus, vier Mal im Jahr führt er durch die öffentliche Schauvorlesung »Physik am Samstag«. Aus dieser Reihe bringt er ein perfektes Sommer-Thema mit: die Physik von Seifenblasen. Ob es außerhalb der bekannten runden Seifenblasen auch eckige Varianten geben kann, was platonische Körper sind und was SpongeBob mit all dem zu tun hat, das erklärt er in seinem Vortrag. Bei dem ist übrigens auch das Wissen des Publikums gefragt, denn beim seinem interaktiven Live-Quiz gibt es am Ende sogar ein paar Gewinne abzustauben.
Zum Schluss darf Jack Pop nochmal mit Schaum schwabbern: Bei seinen Knister Seifenblasen und den ultraviolett angestrahlten Sprudel-Fontänen wird im Grande Finale auch noch der letzte Zentimeter Moritzbastei ins wissenschaftliche Rummatschen einbezogen.
Musikalische Untermalung gibt es wie immer von Sänger Richard Tautenhahn und Gitarrist André Gorjatschow, die als »kleinste Showband der Welt« zwischen gefälligen Pop-Jingles, brutalen Metal-Riffs und ausgefeilten Gitarrenstücken einmal den akustischen Rundumschlag liefern.
Einlass: 19.00 Uhr | Beginn: 20.00 Uhr