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"Wer ihn nicht gehört hat, hat vieles nicht gehört"

Johann Sebastian Bach und die Legende um seine letzte Ruhestätte

Johann Sebastian Bach

Am 21.03.1685 in Eisenach geboren, entstammt Johann Sebastian Bach einer weit verzweigten Musikerfamilie. Er führte ein eher bescheidenes Leben und zwei glückliche Ehen. Gezeichnet von schwerer Krankheit starb er am 28.07.1750 in Leipzig.

Sein Siegeszug in der Musikwelt setzte aber erst mit der Aufführung seiner "Matthäuspassion" durch Felix Mendelssohn Bartholdy 1829 ein. Seine Kompositionstechnik bezaubert bis heute ein breites Publikum. Die Thomaskirche genießt durch Bachs einsetzende Berühmtheit Weltruf. Im Inneren der Thomaskirche, im Chor liegen unter einer Bronzeplatte die Gebeine von Bach.

Johanniskirche, (C) Fotothek Mai / Karl Heinz Mai, Leipzig

Aber wie gelangte Bach, der zu seinen Lebzeiten zwar großes Ansehen als Orgelvirtuose und -sachverständiger genoss, aber dessen Werke erst ca. 80 Jahre nach seinem Tod aus der Vergessenheit hervortraten, zu solch einem berühmten Grab?

Die Antwort ist sowohl simpel als einfältig. Die Geschichte eine Legende.

Eine historische Aufnahme der Thomaskirche

Bach wurde am 31.07.1750, 3 Tage nach seinem Tod in einem Eichensarg in der Johanniskirche beigesetzt. Diese war zur damaligen Zeit das Gotteshaus der Leipziger Ostvorstadt (Adresse: Johannisplatz 26) und seit 1528 einziger offizieller Friedhof Leipzigs. In den folgenden Jahren durchlebte die Kirche eine Zeit des Wandels: Teilzerstörung, völligen Abbruch und Wiederaufbau. Im Jahre 1746/1749 erweiterte man die Kirche um einen Turm, den 1821 der Blitz traf. Während der Völkerschlacht wurde sie als Lazarett benutzt.

1894/1897 sollte die Johanniskirche wieder abgerissen und nach Plänen des Architekten Hugo Licht neu erbaut werden. Um diese Zeit besann man sich auch auf die sterblichen Überreste von Johann Christian Bach. Im Oktober 1894 wurden 3 Eichensärge gefunden, bei dem einer die vermeintlich letzte Ruhestätte von Johann Christian Bach darstellte. Bei späteren Untersuchungen in den 60er Jahren fand der Leipziger Arzt und ehemaliger Thomaner Wolfgang Rosenthal am Skelett Wucherungen im Lendenbereich der Wirbelsäule, die auf die so genannte Organistenkrankheit hinweisen. Diese Verformungen setzten durch Dehnungen und Überlastungen bei Menschen ein, die sehr jung auf die Orgelbank gesetzt werden.

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